ENERGIE

Zur Berichterstattung über die geplante Photovoltaikanlage auf dem Trierer Petrisberg und zum Leserbrief "Starke Eingriffe in ein Glanzstück" (TV vom 5. Januar):

Die Argumente von TV-Leserbriefschreiber Klaus Wittenkämper gegen die geplante Photovoltaikanlage auf dem Petrisberg in Trier sind durchaus zutreffend. Ich sehe jedoch noch gravierendere Gegengründe in der siedlungsnahen Lage des Vorhabens. Der ganze Petrisbergrücken zwischen dem Olewiger und dem Avelsbacher Tal ist das natürliche Siedlungserweiterungsgebiet der Stadt Trier, besser geeignet als alle Siedlungslagen rund um Trier. Eines Tages wird die ehemalige Abfalldeponie deshalb doch entsorgt und beseitigt werden müssen, auf welcher die Photovoltaikanlage jetzt aus Verlegenheit und mangels anderer Eignung vorgesehen ist. Das Gelände ist viel zu wertvoll und wichtig, um es auf Dauer nicht in die städtische und universitäre Entwicklung mit einzubeziehen. Die bisherige Besiedlung des Petrisberges folgte den Zufallsgrenzen ehemaliger Militäranlagen, schöpft jedoch bei weitem noch nicht das Potenzial der vorhandenen Geografie aus. Bodengebundene Solaranlagen hingegen gehören in siedlungsferne und wenig einsehbare Gebiete. Schon allein ihre spiegelnde Wirkung am jetzt geplanten Standort würde im weiten Umkreis zivile Nutzungen stören und verdrängen. Eckart Leipprand, Trier