Engagement erwünscht

TRIER-OLEWIG. (LH) Sommerpause? Nicht für den Ortsbeirat Olewig. "Wir arbeiten durch", betonte Ortsvorsteherin Hannelore Komes (CDU) leicht augenzwinkernd. Die Ratskollegen nicken. Wiederum beschäftigte sich die Ratsversammlung des Stadtteils mit der Jugendarbeit.

So nah dran an der Lösung des Themas Jugendarbeit war der Ortsbeirat Olewig wohl noch nie wie in seiner jüngsten Sitzung in der Grundschule. Denn die Ratsmannschaft stellte in den vergangenen Monaten selbst die Weichen dafür: Der Jugendraum (der TV berichtete) ist so gut wie bezugsfertig, wofür Finanzmittel aus dem Stadtteil-Budget bereitgestellt wurden. Nun geht es darum, den Raum mit (jugendlichem) Leben zu erfüllen. Um die weitere Vorgehensweise klar zu machen, hatte Ortsvorsteherin Komes die Stadtjugendpflegerin eingeladen. Susanne Schmitz und ihr ehrenamtlicher Mitarbeiter Christoph Postler berichteten, dass sie nicht mit einem fertigen Konzept gekommen seien, sondern baten darum, gemeinsam zu überlegen, wie die künftige Jugendarbeit aussehen solle. Wichtig sei, die Jugendlichen ganz früh in die Überlegungen einzubinden. Dies sah der Ortsbeirat genauso und erklärte sich damit einverstanden, dass in den nächsten 14 Tagen ein zwangloses Treffen von interessierten Jugendlichen mit der Stadtjugendpflegerin arrangiert werden soll. Die Feinabstimmung für das weitere Vorgehen könne danach in einem kleineren Rahmen stattfinden. Die Olewiger Jugendlichen seien aufgerufen, Raum und Angebot selbst mitzuentwickeln. Eventuell böte sich an, einen Verein zu gründen, sagte Susanne Schmitz. Einzige Befürchtung des Ortsbeirats war, dass der neue Raum von Jugendlichen aus der ganzen Stadt bevölkert werde und es dort öfter mit "Heidewitzka" (Komes) hoch hergehe. Einstimmig beschlossen wurde die "Erste Änderung des Bebauungsplanes BO 6a zwischen Kurfürstenstraße, Sickingenstraße, Franzens Knüppchen und Kreuzweg", obwohl Olewig nur mit einem "kleinen Zipfel" (Komes) tangiert wird. Mit der Einbringung des Plans durch die Stadt sieht sich der Ortsbeirat in seinen vor längerer Zeit geäußerten Bedenken bestätigt. Um den Missständen bei der Bereitstellung von Sperrmüll "Auf der Ayl" beizukommen, soll eine Erörterung beim Zweckverband ART erfolgen.