Engagement in der Kirche, Interesse an der Politik
Trier/Berlin · 25 junge Erwachsene aus dem Bistum Trier haben sich in Berlin ein Bild vom Politikbetrieb gemacht. Die jungen Leute, alle in der katholischen Jugendarbeit engagiert, erhielten vor Ort einen Einblick, wie Politik funktioniert.
Trier/Berlin. Die Teilnehmer erlebten den Bundesrat und den Bundestag als gesetzgebende Organe und erhielten im Bundeskanzleramt einen Einblick in die Regierungsarbeit.
Im Mittelpunkt stand der Austausch mit dem Bundestagsabgeordneten Manfred Nink (SPD): "Mir war es ein Anliegen, engagierte Ehrenamtliche einzuladen. Sie sind ein wichtiger Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Gerade vor dem Engagement junger Menschen habe ich großen Respekt, da sie viele Möglichkeiten haben, ihre Freizeit zu verbringen", sagte der Abgeordnete.
Hohes politisches Interesse
"Die Einladung verstehen wir als Wertschätzung des Engagements der jungen Erwachsenen", sagte Nadine Backes, Referentin für Jugendpastoral im Bistum Trier. Der Trierer Diözesanjugendpfarrer Matthias Struth sieht in der Einladung der jungen Ehrenamtlichen eine Motivation für junge Christen, Gesellschaft aktiv mitzugestalten. "Die Bereitschaft von Jugendlichen, sich mit politischen Themen auseinanderzusetzen, wird durch solche Veranstaltungen gefördert und war auch deutlich zu erkennen", betonte er.
Für Frank Kettern, den Diözesanvorsitzenden des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), zeigte sich deutlich: "Die verbandliche Jugendarbeit ist eine Schule der Demokratie."
Die Teilnehmer waren durch die Bank begeistert vom Angebot in Berlin. "Die politische Arbeit, die sonst so weit weg scheint, war plötzlich ganz nah", beschreibt Volker Lenz (25) aus Mützenich, Diözesanvorsitzender der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) im Bistum Trier, seine Erfahrung. André Schäfer (24) aus dem saarländischen Dillingen, Diözesanleiter der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG), spannt den Bogen zwischen den eigenen demokratischen Erfahrungen im Jugendverband und der demokratischen Verfassung Deutschlands: "Ich erkenne die Beteiligungs- und Mitbestimmungsstrukturen wieder. Allerdings sind wir in der KJG besser in Sachen Geschlechtergerechtigkeit."
Lena Joswig (17) aus Konz, die in der Malteserjugend engagiert ist, hat von der Reise etwas mitgenommen: "Ich habe neue Kontakte geknüpft und Leute kennengelernt, die sich wie ich in der Kirche einsetzen und Gesellschaft mitgestalten wollen." Anna Wild (18) aus Jünkerath war vor allem beeindruckt vom Bundeskanzleramt, wo die Gruppe sogar Zugang zum Kabinettsaal hatte. "Allerdings war die Bundeskanzlerin auf dem Weg nach Afrika." red