Engagement ist gefragt

TRIER. (red) Ehrung und Tacheles: Während der jüngsten Mitgliederversammlung der Gewerkschaft Transnet wurden nicht nur jahrzehntelange Mitglieder geehrt. Der erste Bevollmächtigte Helmut Trierweiler fand auch deutliche Worte zum Erhalt des Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrages.

Anerkennung für jahrzehntelanges Engagement: Zahlreiche Mitglieder der Eisenbahnergewerkschaft Transnet wurden für ihre 25-, 40-, 50- und 60-jährige Treue zur Institution geehrt. Der erste Bevollmächtigte der Gewerkschaft - Ortsverwaltung Trier -, Helmut Trierweiler, verwies in seinem Referat auf die Gefahren einer Zerschlagung des Bahnkonzerns und der damit verbundenen Vernichtung von 50 000 Arbeitsplätzen. Die Beibehaltung des Beschäftigungssicherungs-Tarifvertrages stehe ebenso auf der Prioritätenliste wie die Ankurbelung der Binnenkonjunktur durch kräftige Lohnzuwächse. Die Arbeit müsse, so Trierweiler weiter, gerechter verteilt und nicht auf einige wenige konzentriert werden. Ebenso kritisch ging Trierweiler mit den Befürwortern des amerikanischen "Hire and fire" um. Eine Abhängigkeit von Vollbeschäftigung und fehlendem Kündigungsschutz herzustellen, sei schlichtweg falsch. Länder wie zum Beispiel Dänemark könnten zwar ohne Kündigungsschutz auf eine nur geringe Arbeitslosenquote hinweisen; dort würden aber Arbeitslose wesentlich besser betreut und auch unterstützt. Was passieren kann, wenn sich der Staat aus der Verantwortung stehle und nur noch das geleistet werde, was sich rechnen lässt, habe man im Jahre 2005 an den Auswirkungen der Wirbelstürme in Amerika gesehen. In solchen Fällen habe die Vorsorge durch den Staat nicht mehr annähernd gesichert werden können. Die Jubilare und anwesenden Gewerkschaftsmitglieder rief Trierweiler auf, gemeinsam in der Gewerkschaft Transnet sich einzusetzen für die gerechte Verteilung der Arbeit und damit Arbeit für alle, eine sichere Vorsorge für das Alter, eine umfassende und bezahlbare Krankenversorgung und die Sicherung des Weltfriedens.