ENTSORGUNG

Zur Berichterstattung über die geplante Verlagerung der Mülldeponie in Saarburg nach Mertesdorf:

Der Zweckverband ART will die 1995 stillgelegte Saarburger Deponie mit täglich 110 Sattelschleppern zehn Monate lang nach Mertesdorf auslagern. Die Fahrzeuge legen im günstigsten Fall 8360, im ungünstigsten 13 640 Kilometer täglich zurück. Hierbei werden zehn Monate lang täglich bis zu 12 603 Kilo CO{-2} und 111,7 Kilo Stickoxyde und Pak-Stoffe (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) auf die Straßen der durchfahrenen Ortschaften, in die Luft und Atmosphäre geschleudert. Diese horrenden Mengen sind nicht nur starke Reiz- und Giftstoffe und krebserregend, sondern gelten als Ozonkiller und Hauptverantwortliche für die globale Erderwärmung, Verstärkung des Treibhauseffektes und Gewässerschädigung. Es darf nicht vergessen werden, dass der damals angefallene Müll nicht nach heutigen Kriterien sortiert und vieles, vermutlich auch Sondermüll, in Saarburg entsorgt wurde. Es ist auch anzunehmen, dass die französische militärische Garnison ihren Müll hier entsorgt hat. Tatsache ist, dass diese Stoffe auch heute nicht vollständig entfernt oder getrennt werden können. Durch ein Zusammenwirken wie Mischen und Auftürmen der einzelnen Schichten können aus ungiftigen hoch giftige Stoffe entstehen, wodurch ein Super-Gau mit unabsehbaren Folgen auch nach mehreren Jahrzehnten entstehen kann. Schließlich muss hinterfragt werden, warum die Saarburger Deponie überhaupt so dilettantisch errichtet werden durfte. Und auch, warum die direkten Verantwortlichen und Mitverantwortlichen auch nach der Schließung der Deponie gegen die Missstände praktisch überhaupt nichts unternommen haben und die Giftstoffe auch heute noch ins Grundwasser versickern lassen. Es kann auch auf keinen Fall sein, dass sich Günther Schartz, der ab 1994 bis 2005 Bürgermeister der Verbandsgemeinde Saarburg und ab 2006 Landrat und daher der direkte Verantwortliche der ART ist, sich einfach "seines" Mülls, eventuell Sondermülls, auf diese Weise entledigt, sprich: umlagert. Und dies zum Nachteil der Umwelt, der Gesundheit der Bürger und der zukünftigen Entwicklung. Paul Slamka, Mertesdorf

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