Entspannung bei Schulaufnahme

Fast alle Schüler, die sich um die Aufnahme an den Trierer Gymnasien beworben haben, bekommen auch einen Platz an einer städtischen Schule. In den vergangenen Jahren hatte der Stadt-Land-Streit um die Vergabe regelmäßig für großes Aufsehen gesorgt.

Trier. (DiL) Das Problem lag bei der Vergabe der Plätze an den Trierer Gymnasien meist in der Berücksichtigung von Schülern aus dem Landkreis Trier-Saarburg, die ein Trierer Gymnasium besuchen wollen. Die Stadt hatte sich wegen Platzmangels mehrfach quergestellt.

Diesmal, so teilt die Schulaufsichtsbehörde ADD mit, habe man gemeinsam "alles getan, um die Anmeldewünsche zu erfüllen". Dabei konnten alle Schüler aus der Stadt sowie viele "stadtnahe" Kreis-Schüler berücksichtigt werden. Die Schulen hatten sich in ihren Auswahlverfahren an der Zumutbarkeit des Schulweges orientiert. Allerdings gebe es auch "einige Schüler", die aufgrund ihrer Wohnortnähe zu den Gymnasien Konz, Saarburg, Hermeskeil und Schweich an die dortigen Schulen "gelenkt werden mussten", sagt die ADD.

Die exakte Zahl war am Freitag nicht mehr in Erfahrung zu bringen. Offenkundig handelt es sich aber nur um Einzelfälle. Noch im vergangenen Jahr waren zunächst mehr als 100 Kreis-Schüler in der Stadt abgewiesen worden, was für erhebliche Empörung gesorgt hatte. Erst nach intensiven Verhandlungen mit der ADD hatte die Stadt zusätzliche Plätze zur Verfügung gestellt. Dass die Vergabe in diesem Jahr eher geräuschlos vonstatten ging, hat nicht zuletzt mit einer deutlich reduzierten Bewerberzahl zu tun. Wollten im vergangenen Jahr 728 Schüler auf ein Trierer Gymnasium, waren es in diesem Jahr nur 582. Das dürfte einerseits mit dem erweiterten Gymnasial-Angebot in Schweich zusammenhängen, andererseits mit der neuen Trierer Gesamtschule. Ein Teil der 120 Schüler, die im Sommer dort den ersten IGS-Jahrgang bilden, wäre sonst wohl aufs Gymnasium gegangen.