Er bringt Licht ins Dunkel schwerer Krankheiten

Trier · Peter Wieghofer ist in Trier aufgewachsen, sein Abitur legte er am heutigen Humboldtgymnasium ab. Über Kaiserslautern und Tübingen führte ihn sein Studium nach Freiburg. Nun macht er auch in seiner Heimatstadt wieder von sich reden: mit Studien zur Multiple-Sklerose-Forschung.

 Peter Wieghofer stammt aus Trier. TV-Foto: Heinz Kreil

Peter Wieghofer stammt aus Trier. TV-Foto: Heinz Kreil

Foto: (h_st )

Trier. Schon jetzt, mit gerade mal 29 Jahren, weist die Arbeit von Peter Wieghofer eine beeindruckende Bandbreite auf. Der gebürtige Trierer und Diplom-Biologe am Institut für Neuropathologie am Uniklinikum Freiburg ist für seine Forschungen über Multiple Sklerose mit dem renommierten Helmut-Bauer-Preis der Universität Göttingen ausgezeichnet worden. Seinen Doktor hat er sicher in einigen Monaten in der Tasche und schon das nächste Etappenziel im Visier: die Ausbildung zum Fachanatom in Leipzig.
Der Kontakt nach Trier ist in den Jahren seines Biologiestudiums in Kaiserslautern, Tübingen und Freiburg nie abgerissen. "Meine Kindheit und Jugend am Trimmelter Hof und den umliegenden Weinbergen habe ich sehr genossen. Ich treffe noch heute, wann immer es geht und wann immer ich in Trier bin, meine Freunde von damals", sagt Wieghofer. "Biologie, Chemie und Physik haben mich schon in der Schulzeit fasziniert. Aber auch Anthropologie. Oder, als Hobbytaucher, Meeresbiologie."
Irgendwann und irgendwie ist Peter Wieghofer dann bei der Immunologie gelandet. Die Interaktion des peripheren Immunsystems mit dem zentralen Nervensystem - darüber hat er seine Diplomarbeit verfasst. Und von dort war der Weg zur Neuropathologie nicht mehr sehr weit: Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose. Im Fachjargon: neurogenerative Erkrankungen. Deren Ursachen liegen weiterhin zu großen Teilen im Dunkeln. Es ist Forschern wie Peter Wieghofer zu verdanken, mehr Licht in dieses Dunkel gebracht zu haben und, als Nebenwirkung wissenschaftlicher Erkenntnisse, viel Leid zu lindern. hek

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