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Er kann einfach nicht Nein sagen: Thomas Knopp ist der neue Leiter des Trierer Rosenmontagszugs (Video)

Trier. Weil Thomas Knopp „nicht Nein sagen kann“, ist er der neue Leiter des Trierer Rosenmontagszugs. Er hofft auf mehr als 100 Teilnehmergruppen am 27. Februar. 60 haben sich bereits angemeldet. Von Roland Morgen

Gerissen hat er sich nicht um den Job des Rosenmontagszug-Leiters. "Aber irgendwer muss es ja machen", weiß Thomas Knopp aus Erfahrung. Eine Erfahrung, die der 52-Jährige schon seit geraumer Zeit macht. "Thomas, kannst Du mal …?" Diese Frage verfolgt den Ur-Pfalzeler "eigentlich immer schon" und vor allem, wenn es darum geht, bei seinem Karnevals-Stammverein KV Palenzia mit anzupacken. "Aber ich sehe das positiv: Wenn ich gefragt werde, dann heißt das ja auch, dass man es mir zutraut."
Dass Thomas Knopp als Schaffer, Macher, ja Mädchen für alles, so begehrt ist, hat auch mit der hohen Wahrscheinlichkeit zu tun, dass man sich keine Abfuhr holt, wenn man ihn fragt. Denn er hat, wie es sagt, "einen Sprachfehler. Ich kann nicht Nein sagen".

Neuestes Ehrenamt ist nun also das des Rosenmontagszug-Machers. Das hat ihm das Präsidium der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK) angetragen, was offenbar nicht so ganz überraschend für ihn kam. Amtsvorgänger Georg Heinen wollte nicht mehr - "aber irgendwer muss es ja machen".
Seit vergangenem Herbst ist Knopp mit den Vorbereitungen des größten Narrenumzugs der Region beschäftigt. Unterstützt wird er dabei von ATK-Vize Stefan Feltes, der 2016 den Nachholumzug an "Aschersamstag" organisiert hatte, nachdem die für Rosenmontag geplanten Aktivitäten schlechtem Wetter und einer Sturmwarnung zum Opfer gefallen waren.

Dem neuen Zugchef kommen berufliche Erfahrungen und Beziehungen zugute. Knopp, von Beruf Werkstattleiter des Stadtmuseums Simeonstift, hat vorher im Straßenverkehrsamt gearbeitet. "Als langjähriger Rathaus-Mitarbeiter kenne ich die für die Genehmigungen zuständigen Stellen, und dort kennt man mich und weiß, dass ich bemüht bin, alles gut hinzukriegen. Außerdem ist dieser Jahr Oberbürgermeister Wolfram Leibe der Schirmherr."
Neu erfinden werde er den Rosenmontagszug nicht, kündigt Thomas Knopp an. Es bleibt beim Start in St. Matthias und der Zugauflösung in Trier-Nord an der Arena, dem Schauplatz der großen Abschlussfete. Und es bleibt bei einer 2016 eingeführten Neuerung, nämlich der Streckenführung auf dem Hauptmarkt. Statt wie früher schnurstracks von der Graben- in die Simeonstraße, zieht der Narrentreck links am Petrusbrunnen vorbei Richtung Jakobstraße und hinter dem Treppenabgang zur Toilette weiter Richtung Porta Nigra.

So besteht die Möglichkeit, den Zug zwischen zwei Tribünen hindurchzuleiten. Überhaupt sei diese Streckenführung "deutlich publikumsfreundlicher".
Und Knopps Teilnehmerliste füllt sich zusehends. Bis Freitag haben sich bereits 60 Fußgruppen und Wagenbesatzungen angemeldet. "Es sieht also ganz danach aus, dass wir die magische Grenze von 100 überschreiten. Das wäre ein tolle Sache." Und ein guter Einstand für Zugchef Knopp.

MIT NERO UND OB VON SÜD NACH NORD

Der Rosenmontagszug steht unter dem Motto "Nero an de Porta". Wie gehabt führt die rund fünf Kilometer lange Zugstrecke von Süd nach Nord; Aufstellung ist am Montag, 27. Februar, ab 9.30 Uhr in der Medardstraße (Einfahrt über die Pellinger Straße). Um 12.11 Uhr startet der von OB Wolfram Leibe angeführte Umzug. Die große Abschlussparty mit Prämierung der originellsten und schönsten Gruppen steigt in der Arena Trier Anmeldungen zum Rosenmontagszug nimmt die ATK bis zum 21. Februar entgegen. Anmeldeformular, Teilnahmebedingungen und Infos sind via Internet erhältlich: www.atk-trier.de Der Infoabend für die Zugteilnehmer findet am Montag, 20. Februar, 20 Uhr, in der Halle der KG Trier-Süd (Am Bach) statt.