Erfahrungen mit dem Prostitutionsgesetz
"Prostitution in Deutschland - Erfahrungen und Auswirkungen des Prostitutionsgesetzes" lautete das Thema eines Vortrags, zu dem der Frauennotruf ins "Café Lübke" eingeladen hatte.
Trier. (red) Referentin der Veranstaltung war Professor Barbara Kavemann, Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sozialwissenschaftlichen Frauenforschungsinstitutes (SOFFi K) in Freiburg/Berlin. Im Auftrag der Bundesregierung hatte SOFFiK das Prostitutionsgesetz, das 2002 in Kraft getreten ist, auf seine Wirksamkeit hin ausgewertet.Mit diesem Gesetz waren viele Hoffnungen verbunden, die sich darauf richteten, die rechtliche und soziale Lage von Prostituierten zu verbessern, zum Beispiel den Zugang zur Sozialversicherung über legale Beschäftigungsverhältnisse zu ermöglichen, kriminelle Begleiterscheinungen zurückzudrängen und Ausstiegsmöglichkeiten für Prostituierte zu erleichtern. Die Untersuchungen von SOFFi K kommen zu dem Ergebnis, dass die Ziele kaum oder nur zu einem geringen Teil erreicht wurden. "Dass Besondere des ProstG liegt in der veränderten Haltung des Gesetzgebers, die Entscheidung von Frauen und Männern zur Prostitution zu akzeptieren und als Tätigkeit anzuerkennen. Er hat es jedoch versäumt, klare und einheitliche Umsetzungsrichtlinien zu definieren", so Ingrid Gödde vom Frauennotruf. Die Reihe wird am 11. September, 19.30 Uhr im Café Lübke fortgesetzt.