Erfolg im Leben

Was braucht ein junger Mensch, um im Leben erfolgreich zu sein? Der spannenden Frage gingen rund 100 Gäste in einem Vortrag des Unternehmensberaters und Dozenten Dr. Manfred Sliwka im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) Schweich nach.

 Referent Manfred Sliwka im DBG. TV-Foto: Gabriela Böhm

Referent Manfred Sliwka im DBG. TV-Foto: Gabriela Böhm

Schweich. (gsb) "Du musst ein Schwein sein..." titelte einst die Popgruppe "Die Prinzen" - und hatte mit dem Song viel Erfolg. "Das hat mich erschreckt", meinte Unternehmensberater Manfred Sliwka und kritisierte die Medien, die oftmals ein falsches Bild über die nötigen Qualifikationen im Berufsleben vermittelten. Das "Abenteuer des Lebens" gelte es zu meistern, der Herausforderung des Berufs sich zu stellen. Mit dem Zitat von Konfuzius "Wähle den Beruf, der Dir Spaß macht, dann brauchst Du nie mehr zu arbeiten!" brachte Sliwka wiederholt seine Intention auf den Punkt. Erfolgreich seien jene Menschen, bei denen sich Begabung, Interesse und Berufsaufgabe vereinen. Die Wahl eines Berufs unter taktischen Gesichtspunkten sei falsch.Sliwka gehört dem "Club of Vienna" an, einem internationalen Expertenteam, das evolutionäre Wachstumsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft untersucht. Seine profunden Kenntnisse haben sich unter anderem in dem Buch "Das Abenteuer deines Werdens - Was junge Menschen lernen sollten, um in der Welt von morgen erfolgreich zu sein" niedergeschlagen. Auf Einladung von Katarina Barley vom Elternkreis "Vorträge" am DBG hielt Sliwka am Montagabend seinen 90-minütigen Vortrag. Dabei vermittelte er den Zuhörern zwölf Spielregeln, mit denen ein erfolgreiches Leben gelänge.Dazu gehörten beispielsweise sich langsam aufbauende, klug kooperierende Strategien. Sliwka appellierte, dass Jugendliche Visionen entwickeln und kurz- bis langfristige Ziele setzen sollten. Hilfreich sei dafür das Anlegen eines Ringbuchs, in dem Ideen gebündelt würden. Neben dem sicheren Umgang mit dem Computer sei die Fähigkeit, Protokolle führen zu können, sehr nützlich. "Da lernt man, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden." Präzise Sprache, rhetorische Fähigkeiten, Moderationsfähigkeiten und Verhandlungsgeschick sind weitere Schlüsselqualifikationen, für Führungspositionen. Gefragt sind neben der Weltsprache Englisch auch Kreativitäts-Techniken wie effektives "Brainstorming". Sorgen bereite ihm der Umgang von Jugendlichen mit Geld. Jeder Unternehmer würde denjenigen Kandidaten bevorzugen, der kostenorientiert denke und arbeite. Sliwka forderte eine Denkweise, nach der nicht über Fehler geklagt, sondern das Problem angepackt und nach Lösungen gesucht werde. Silvia Neimes, stellvertretende Schulleiterin, dankte unter dem Beifall der Gäste dem Referenten für seinen Vortrag, der sein Wissen bei späterer Gelegenheit nochmals den Schülern weitergeben wird.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort