Erfolgreich gegen den Strom

BEKOND. (hanni) Es war eine tolle Premiere: 400 Zuschauer feierten bei der ersten Auflage von "Rock im Bürgerhaus" in Bekond Bands wie Peilomat (Köln) oder Sixnil (Trier). Der Konzert-Erlös geht an ein Projekt der Welthunger-Hilfe.

Ein Rock-Abend mit weit gehend unbekannten, neuen Bands, die zudem auf eigene Stücke setzen? Bands, die im Publikum fast niemand jemals gehört hat? Da kommen normalerweise nur wenige Zuschauer. Auch die Stimmung leidet oft darunter. Deshalb setzen viele Veranstalter gerade bei Dorffesten auf die meistens gleichen Cover-Bands. Weniger Risiko.Die Mädchen steh'n auf Peilomat

Bekond zeigte, dass das auch ganz anders geht. Vier Bands spielten bei "Rock im Bürgerhaus". Die zwei Kölner Bands Peilomat (Deutsch-Rock) und die etwas härteren 4Backwoods. Dazu die Alternative-Rocker Sixnil aus Trier, mit zwei Sängern und vielen Wechseln zwischen krachigen und ruhigen Teilen.

Nur die erste Band des Abends, "Mad for Mess" (Riol/Trier), setzte überwiegend auf Cover-Songs - die auch spielerisch gut von der jungen Band umgesetzt wurden. Alle Bands wurden dabei von den Zuschauern gefeiert, auch wenn jeder so seinen eigenen Favoriten hatte. Peilomat kam mit Hits wie "Jenny möchte Popstar sein" bei den Jüngeren bestens an. Vor allem bei den Mädchen vor der Bühne.

"Wir sind sehr zufrieden", bilanziert Veranstalter Gerhard Portz von "Bekond Aktiv": "Ich habe nur Positives gehört. Alle Bands kamen richtig gut an." Doch es war für die 400 Zuschauer nicht nur ein gelungener Rock-Abend. Sondern er wird auch positive Folgen haben: "Alles, was übrig ist, geht an das Welthunger-Hilfe-Projekt im Millennium-Dorf in Äthiopien", sagt Portz. Sixnil und Mad for Mess hatten zudem auf eine Gage verzichtet.

Portz verspricht eine Neuauflage im nächsten Jahr - wieder mit Bands, die auf eigene Songs setzen: "Das ist ja auch ein Stück Kultur, wenn man eigene Lieder macht", sagt Portz. Geplant ist ein Open Air im Innenhof des Bekonder Schlosses.