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Erfolgreich ohne "dritten Mann"

Erfolgreich ohne "dritten Mann"

TRIER-EUREN. Der "dritte Mann" fehlte beim Kirchen-Konzert mit den Jungen Tenören in der Pfarrkirche St. Helena in Euren. Doch das war nicht weiter schlimm. Die verbliebenen zwei "Jungen Tenöre" überzeugten auch so. Und der veranstaltende Männergesangverein Trier-Euren ebenfalls.

Die 700 (bei ausgesuchten Liedern mitsingenden) Besucher in der Pfarrkirche St. Helena bildeten schon für sich genommen eine imposante wie auch stimmgewaltige Kulisse in dem Gotteshaus. Zu einem wirklich richtigen Hörgenuss avancierte das Kirchen-Konzert dann durch die "Jungen Tenöre" sowie einen aus 59 Sängern bestehenden Eurener Männergesangverein (MGV), der seine gesanglichen Qualitäten voll und ganz zu entfalten vermochte. Unverkennbare Handschrift

Die grundsoliden Chorleistungen trugen die unverkennbare Handschrift der Arbeit von Chordirektor Manfred Neimann, der den Männerchor seit mehr als 30 Jahren leitet und dadurch für Kontinuität auf hohem Niveau sorgt. Neimann war es auch, der die Jungen Tenöre nach Euren verpflichtete. Kleine Reminiszenz an Euren: Auf Duo-Stärke dezimiert, starteten die verbliebenen Tenöre Hubert Schmid und Hans Hitzeroth mit dem Gastspiel ihre deutschlandweite "Live-Tour". Die kurzfristige, krankheitsbedingte Absage des dritten jungen Tenors, Bernhard Hirtreiter, tat dem weiteren Konzertverlauf keinen Abbruch. Nur musste das ursprüngliche Programm klassischer geistlicher Musik ein klein wenig abgeändert werden. Ob Solo oder Gemeinschafts-Auftritt mit dem MGV: Die anmutigen Stimmen von Hubert Schmid und Hans Hitzeroth bereiteten den Liebhabern hoher Singkunst einen wahren Festtag. Folglich wollte der Schlussapplaus fast nicht enden. Der Moment, der womöglich alle Zuhörer am meisten ergriff, stellte sich bei der Zugabe ein, als das Hallelujah aus Händels Weihnachts-Oratorium erklang. "Durch dieses Konzert möge die Liebe Gottes in unsere Herzen gelangen", hatte Pfarrer Franz-Josef Hohn die Besucher zu dem außerordentlichen Konzert eingestimmt.