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Erfolgsgeschichten und viele Baustellen

Erfolgsgeschichten und viele Baustellen

Der Masterplan Trier-West, 2010 erstellt, nimmt 2012 Formen an. Dann wird er durch Bebauungspläne konkretisiert. Losgehen wird es vermutlich auf dem Eybl-Bobinet-Gelände. Doch Ortsvorsteher Horst Erasmy ist die Entwicklung des gesamten Stadtteils Trier-West/Pallien wichtig. Dazu gehört für ihn auch die Kurfürst-Balduin-Realschule plus.

Trier-West/Pallien. Das Haus des Jugendrechts nimmt Formen an, die Arge baut fleißig, doch beim Studentenheim und im Innenbereich des Gneisenauberings tut sich noch nichts. Nicht die einzige Baustelle in Trier-West und in Pallien. Was sonst noch im kommenden Jahr ansteht und welche Projekte im laufenden Jahr erfolgreich abgeschlossen werden konnten, berichtet Ortsvorsteher Horst Erasmy (CDU) dem TV.

Das war 2011: Ein ganzer Stadtteil hat für seine Schule gekämpft - und gewonnen. "Es gab eine große Initiative im gesamten Stadtteil von Eltern, Kindern und Verbänden", berichtet Ortsvorsteher Erasmy. Die Schüler streikten, demonstrierten und zogen sogar bis vors Rathaus. Ihr Ziel: Die Kurfürst-Balduin-Schule muss als weiterführende Schule im Stadtteil bleiben. Zwar kam die Zusage, dass die Bildungseinrichtung im Trierer Westen Realschule plus wird, schon im Oktober 2009. Doch für die fünften Klassen war eine Anmeldezahl von 51 Schülern notwendig. Im Februar 2011 dann Aufatmen in Trier-West und Pallien: "Die Sollzahlen wurden mit mehr als 60 Schülern weit übertroffen", sagt Erasmy. So konnte die Kurfürst-Balduin-Realschule plus zum Schuljahr 2011/12 starten. "Es war wichtig für das gesamte soziale Netz im Stadtteil, dass die Schule dort Bestand hat."

Was kommt 2012: Ganz oben auf der Prioritätenliste steht für Erasmy das Wohnraumkonzept. "Die städtischen Wohnungen sind ein ganz wichtiges Thema für uns." Denn nicht nur, dass ein Großteil der sanierungsbedürftigen Wohnungen im Besitz der Stadt im Stadtteil liegt, Wohnraum ist auch auf privater Basis geplant. So sieht es der 2010 erstellte Masterplan vor, etwa für das Eybl-Bobinet-Gelände und das Bahnausbesserungswerk. "Der Masterplan wird zurzeit mit Bebauungsplänen konkretisiert", sagt Erasmy. "Es ist wichtig, dass die Weiterentwicklung des gesamten Stadtteils vorangetrieben wird, dass auch im alten Bereich etwas passiert und nicht nur attraktive Leuchtturmprojekte." Zudem liegt dem Stadtteilchef das geplante Innovationszentrum auf dem ehemaligen Stadtwerkegelände und der Erhalt der Skaterhalle in der Aachener Straße am Herzen, aber auch die Verkehrssituation gerade in Pallien.
Eine Erfolgsgeschichte gibt es schon: Die West Side Story des Theaters Trier zog 17 000 Besucher in 50 Tagen in die alte Bobinet-Halle.
Extra

Zur Person: Horst Erasmy (CDU) wurde am 27. März zum Ortsvorsteher gewählt und ist seit April im Amt. Der 57-Jährige ist Nachfolger von Klaus Blum, der aufgrund einer Erkrankung sein Amt niederlegen musste. Zuvor war der Zollbeamte stellvertretender Ortvorsteher. Trier-West/Pallien in Zahlen: Trier-West ist ein recht junger Stadtteil. Denn dort leben deutlich mehr Kinder und Jugendliche als in der Gesamtstadt. Die hohe Kinderzahl wird belegt durch die Anzahl der Haushalte mit Kindern. Rund 15,5 Prozent der Haushalte haben Kinder, knapp zwei Prozent mehr als im Durchschnitt Triers, der Anteil der Haushalte mit fünf und mehr Kindern ist doppelt so hoch. Insgesamt wohnen im Stadtteil Trier-West/Pallien 7635 Einwohner in gut 4400 Haushalten (Stand 12/2010). mehi