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Erinnerung an eine Pilgerfahrt nach Rom

Erinnerung an eine Pilgerfahrt nach Rom

MJC Trier

Zur Berichterstattung über das 400-jährige Bestehen der Marianischen Jünglingscongregation in Trier:

Dieses Jubiläum hat mich wieder an das Marianische Jahr 1954 erinnert, als ich als 17-Jähriger die Pilgerfahrt nach Rom miterlebte. Damals habe ich als Malerlehrling das Ignatiushaus der Jesuitenväter in der Dietrichstraße mitrenoviert, als mir Präses Pater Peus sagte: "Wir machen vom Ostermontag bis Weißen Sonntag eine Pilgerfahrt nach Rom." Um diese Pilgerfahrt zu erleben, bin ich schon am nächsten Tag der MJC beigetreten. Im Ignatiushaus waren wir immer einmal in der Woche zusammen. Die Patres hielten für uns christliche Vorträge.
Wir konnten hinter dem Ignatiushaus auf einem schönen Sportplatz Sport treiben. Vor unserer Pilgerfahrt konnten wir uns mit Vorträgen und Filmen im Mergener Hof einstimmen. Vor der zweitägigen Fahrt mit der Dampflok feierten wir einen Gottesdienst in der Welschnonnenkirche. Da wurde auch noch das neue MJC-Banner von Pater Peus eingeweiht. Diese neue Fahne trugen wir bei der Prozession an der Spitze aller MJC-leer in den Petersdom!
Die erste Übernachtung war im Don-Bosco-Heim Würzburg. Aus einigen Städten kamen nicht nur Jünglinge, sondern auch Mädchen.
Ich glaube, da haben sich auch Jünglinge gefreut, aber es hat noch keiner von Miezen gesprochen. Ein großes Erlebnis war der Besuch von Assisi mit Kloster und Grabeskirche des heiligen Franziskus und der heiligen Klara. In Rom waren wir in einem Klara-Kloster untergebracht. Für den Segen von unserem damaligen Papst Pius XII. bildeten wir auf dem Petersplatz ein großes M. Von all diesen Erlebnissen habe ich drei große Alben geschrieben mit 190 Bildern darin. Kaum waren wir wieder zu Hause, konnte ich das Bild mit dem M aus dem Trierischen Volksfreund ausschneiden. Der MJC wünsche ich alles Gute, für immer Gottes reichsten Segen und viel Glück für alle Miezen.
Hermann-Josef Haag
Trier-Olewig