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Ermittler geben keine Details zu Razzia bekannt

Ermittler geben keine Details zu Razzia bekannt

Einen Tag nach der Razzia gegen eine kriminelle Bande in Sachsen, Thüringen und Konz geben weder die Polizei noch die Staatsanwaltschaft Dresden weitere Details bekannt. Am Mittwoch hatten Sondereinsatzkommandos insgesamt 22 Objekte durchsucht.

Darunter sind zwei Asylbewerberheime, die laut übereinstimmenden Medienberichten in Dresden und in Radeberg liegen, mehrere Wohnungen und Nebenräume. Eine der durchsuchten Wohnungen liegt in Konz ("Sondereinheit durchsucht Wohnung in Konz", TV vom 3. November). Eine TV-Anfrage, ob sich auch einer der bei der Großrazzia festgenommenen Männer in Konz aufgehalten hat, und in welchem Stadtteil das Sondereinsatzkommando am frühen Mittwochmorgen zugeschlagen hat, beantwortet ein Sprecher der zuständigen Dresdener Staatsanwaltschaft nicht: "Wir werden keine Details zu einzelnen Durchsuchungsobjekten bekanntgeben. Wir wollen uns nicht berechenbar machen." Laut sächsischem Landeskriminalamt (LKA), das den Einsatz geleitet hat, sind bei der Razzia insgesamt zehn Männer zwischen 21 und 48 Jahren festgenommen worden. Zudem wurden Waffen, Computer, Handys und mehrere Tausend Euro Bargeld beschlagnahmt. Ermittelt wird gegen 16 Männer, die sich als Asylbewerber legal in Deutschland aufgehalten haben. Elf der Verdächtigen stammen aus Tschetschenien, zwei sind Russlanddeutsche, die restlichen drei kommen aus der Ukraine, aus Armenien und Kasachstan. Sie sollen eine kriminelle Vereinigung gebildet und ihren Lebensunterhalt unter anderem mit brutalen Erpressungen bestritten haben. cmk