Erneutes Spitzenjahr für Triers größte Bank

Erneutes Spitzenjahr für Triers größte Bank

Dank boomender Konjunktur und großer Wohnungsbaunachfrage hat das Jahr 2011 der Sparkasse Trier ein überdurchschnittliches Wachstum beschert. Erstmals seit drei Jahren sind die Kundeneinlagen stärker gestiegen (plus 4,4 Prozent) als das Kreditgeschäft (plus drei Prozent).

Trier. Strahlende Gesichter beim dreiköpfigen Vorstand der Sparkasse Trier. "Sehr zufrieden" sei man mit dem Jahr 2011, sagte Vorstandsvorsitzender Remigius Kühnen bei der Vorstellung der Jahresbilanz. Europäische und internationale Finanzphänomene bescherten Triers größtem Finanzinstitut "keine Probleme. Im Gegenteil: Wir sind krisenfest und äußerst erfolgreich."
Zweitbestes Ergebnis überhaupt


Der Blick auf die Bilanzzahlen bestätigt dies: Ob Bilanzsumme, Kundenkredite, Kundeneinlagen oder Betriebsergebnis - alle Kennzahlen verbesserten sich. Die Bilanzsumme legte um rund 151 Millionen Euro auf nun 3,81 Milliarden Euro zu (plus 4,1 Prozent gegenüber 2010). Für Kühnen ein "klarer Vertrauensbeweis der Anleger in ihre Sparkasse". Immerhin betreut das Institut mit 191 000 Privatkunden rund die Hälfte der Anleger in Stadt und Kreis.
Sichtbar wird dies auch anhand der Kundeneinlagen. Sie kletterten erstmals in der Geschichte des Finanzinstituts auf mehr als 2,9 Milliarden Euro. Das sind 123 Millionen Euro mehr (plus 4,4 Prozent), eine Steigerung, die doppelt so hoch ausfällt wie noch im Vorjahr und über dem Durchschnitt aller Sparkassen in Rheinland-Pfalz liegt. Damit legten die Kundeneinlagen erstmals seit drei Jahren stärker zu als die Kredite. "Das Einlagengeschäft ist der Hauptwachstumsträger", sagt Vorstand Peter Späth. Man habe eindeutig von der guten Konjunktur profitiert. Dabei sei auch eine "Tendenz zu längerfristigen Anlagen wie Ein-Jahres-Anlagen oder Termingeldkonten" sichtbar.
Bei den Geld-Ausleihungen an Privatkunden und Unternehmen bleibt die Dynamik ebenfalls ungebrochen. Das Plus von drei Prozent um 86 Millionen Euro auf nun 2,98 Milliarden Euro fällt zwar geringer aus als in den Jahren zuvor, doch dahinter stecken Sondereffekte durch einen Wegfall von Ausleihungen an die Kommunen in der Stadt Trier und im Kreis Trier-Saarburg.
Das Immobiliengeschäft sorgt nach wie vor für den Wachstumsschub. Immerhin sieben Prozent neue Kreditbewilligungen vor allem im privaten Wohnungsbau mit einer Summe von rund 281 Millionen Euro für Wohnungsbaudarlehen und 193 neue Verkaufsfälle haben den Immobiliencentern der Sparkasse Trier ein neues Rekordhoch beschert. "Das ist das zweitbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte", resümiert Vorstandsmitglied Günther Passek. Wenn es mehr Grundstücke in Trier und Trier-Saarburg gäbe, könnte man sogar noch mehr Bauprojekte finanzieren.
So hat die Sparkasse Trier ihren Jahresüberschuss steigern können - auf rund 9,6 Millionen Euro. Mit zwölf Millionen Euro Steuern (plus 1,2 Millionen Euro) ist das Institut der größte Gewerbesteuerzahler der Stadt Trier. Außerdem ist zum Abschluss des Geschäftsjahres mehr Geld in die Rücklagen und ins Eigenkapital geflossen (Eigenmittel: 337 Millionen Euro, Quote Eigenkapital: 15,2 Prozent). Damit erfüllt das Institut schon heute die von 2019 an geltenden Vorschriften von Basel mit einer Quote von mindestens 10,5 Prozent.
"Wir haben ausreichend Spielraum und können noch viele Trie rer mit Krediten versorgen", scherzt Kühnen. Für 2012 ist er "sehr optimistisch. Es bleibt bei dem Sprichtwort: Wenn es den Kunden gutgeht, geht es auch der Sparkasse Trier gut", sagt er. Und hier stünden die Zeichen "auf Wachstum".