Erst das Theater Trier, dann die neue Feuerwache

Kostenpflichtiger Inhalt: Rettungsdienst : Erst das Theater Trier, dann die neue Feuerwache

Die Planung für den Neubau der Hauptfeuerwache an den Kaiserthermen kann weitergehen. Bis zum Spatenstich werden aber mindestens vier Jahre vergehen.

Nach monatelanger Hängepartie kann die Planung für die neue Hauptfeuerwache auf dem Geländes des ehemaligen Polizeipräsidiums an den Kaiserthermen weitergehen. „Mit dem neuen Rettungsdienstgesetz des Landes steht erfreulicherweise fest, dass es beim bisherigen Standort bleibt“, sagte der zuständige Dezernent Thomas Schmitt in der Ausschusssitzung am Mittwochabend. Es gebe bislang auch keine Bedenken gegen eine neue Rettungsleitstelle. „Allerdings werden wir die räumlich von der Wache trennen müssen.“

Die noch zu klärenden Dinge für den dringend benötigten Ersatzbau für die in die Jahre gekommene Feuerwache am Moselufer sollen nun zeitnah besprochen werden. Schmitt: „Wir müssen uns mit der Rettungsdienstbehörde des Landes abstimmen, um den Deckel drauf zu machen.“ Dazu gehöre auch die Abstimmung mit den Landkreisen in der Region, die sich an den Kosten für die Leitstelle beteiligen müssen. Erst dann kann der Grundsatzbeschluss für den Neubau im Stadtrat getroffen werden.

Das fast 10 000 Quadratmeter große Areal an der Südallee wird derzeit noch von der Polizei genutzt (siehe Info). Nach aktuellem Stand verzögert sich laut Schmitt der Auszug auf Frühjahr 2021. „Erst dann kann der Abriss beginnen.“ Mit dem Spatenstich für den Neubau rechnet der Dezernent nicht vor 2024. Auch wegen der umfangreichen archäologischen Untersuchungen, die in dem historisch sensiblen Bereich neben den Kaiserthermen notwendig sein werden. Bleibt es bei dieser Planung, könnte das Stadttheater saniert sein, bevor der Bau der neuen Hauptfeuerwache beginnt.

Das neue Rettungsdienstgesetz gilt ab April. Neben Anpassungen für den operativen Rettungsdienst regelt es auch die Finanzierung von Bauprojekten des Rettungsdienstes und der Leitstelle neu. Auch die Zuschussmöglichkeiten werden angepasst. So soll der kommunale Anteil an Baukosten von Rettungswachen vom Land gefördert werden können.