Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Die TAT-Woche ist ein gutes Beispiel dafür, was alles aus sozialem Engagement erwachsen kann. Auf der After-Work-Party im Druckwerk in Euren ist die erfolgreiche Woche ausgeklungen. Die Beteiligten hatten Gelegenheit, sich über Projekte auszutauschen, die teilweise weit über den geplanten Rahmen hinausgegangen sind.

Trier-Euren. Im Druckwerk in Euren stehen lange, herbstlich dekorierte Tische. Bilder von arbeitenden Menschen flimmern über die Wand. Eine Band mit Keyboard, Kontrabass und Saxofon sorgt für swingende Hintergrundmusik. Es ist die After-Work Party der Trier-aktiv-im-Team-Woche (TAT-Woche). In der vergangenen Woche haben sich dafür regionale Unternehmen mit sozialen Einrichtungen zusammengeschlossen und gemeinsam Projekte verwirklicht (der TV berichtete).Neue Bündnisse


Zur Feier sind nicht nur die Organisatoren der TAT-Woche, unter anderem die Lokale Agenda 21, eingeladen, sondern auch alle, die aktiv mitgewirkt haben. Man feiert die neu entstandenen Bündnisse. Die Veranstaltung spiegelt dabei das Wesen der Aktion wider: Auch hier ist ehrenamtliches Engagement vertreten.
Der Verein der Köche hat unentgeltlich die Verpflegung der Gäste - belegte Baguettes und verschiedene Suppen - gestellt. Das gute Essen, die schöne Musik und die lockere Atmosphäre laden zu angeregten Gesprächen ein. Und so haben die Organisatoren und Mitarbeiter der Firmen und Einrichtungen nur Positives zu berichten. Charlotte Kleinwächter, Geschäftsführerin der Lokalen Agenda 21, freut es sehr, wie gut das Projekt nach wie vor ankommt. "Es ist toll, dass die TAT-Woche auch nach acht Jahren immer noch so gut funktioniert, oder eigentlich noch besser, weil sie etablierter geworden ist." Sie sei sich sicher, die Aktion habe einen großen Mehrwert für Trier.
Dass sie einen großen Mehrwert für die Teilnehmer hat, scheint sicher: Dorothe Feltes-Schieben arbeitet in der Kita St. Matthias. Dort sei das soziale Engagement während der Woche weit über das hinausgegangen, was ursprünglich eingeplant gewesen ist. In der Kita wurde eine Sitzecke im Garten umgestaltet. Dazu hat die Firma Metallbau Apel die Bänke und einen Pavillon gesponsert.
Abgesehen davon seien aber Freunde und Familien, ebenso aktiv geworden wie andere Firmen, die sich spontan engagiert hätten, beispielsweise die Firma Fliesen Scholtes.
Ähnliches berichten auch Frauen aus der Kita St. Katharina in Kernscheid. Dort wurde von Mitarbeitern des Bürgerservice ein Hang im Garten eingeebnet. Auch aus diesem Projekt ist dann mehr erwachsen: Der Bürgerservice habe angeboten, auch die Tische der Kita mitzunehmen, neu zu lackieren und abzuschleifen. "Wir hätten uns nie erhofft, dass wir am Ende nicht nur eine schöne neue Fläche im Garten haben, sondern zusätzlich auch aufpolierte Tische", sagt Mutter Maren Hochkirch.
Für die Vertreterin der Kita, Christine Koal, hat die TAT-Woche auch noch einen weiteren positiven Effekt: "Durch die Engagement-Woche ist nicht nur eine enge Kooperation mit den Projektpartnern entstanden, sondern auch untereinander. Unser Team und unsere Eltern sind enger zusammengewachsen."

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