Erste Missbrauchsopfer bekommen Geld von katholischer Kirche

Erste Missbrauchsopfer bekommen Geld von katholischer Kirche

In den nächsten Tagen zahlt das Bistum Trier als eine der ersten katholischen Einrichtungen in Deutschland eine Entschädigung an Missbrauchsopfer aus.

Dies sagte Triers Bischof Stephan Ackermann (48), der zugleich Missbrauchsbeauftragter seiner Kirche ist, dem Trierischen Volksfreund. Der Deutschen Bischofskonferenz liegen inzwischen 400 Entschädigungsanträge aus ganz Deutschland vor.

138 Anträge habe die sogenannte Zentrale Koordinierungsstelle beraten, sagte Sprecher Matthias Kopp dem Trierischen Volksfreund. Die Laienorganisation "Wir sind Kirche" geht von rund 1800 kirchlichen Missbrauchsopfern aus. Aus dem Bistum Trier wurden nach Angaben von Bischofssprecher Stephan Kronenburg bislang knapp 30 Entschädigungsanträge an die Koordinierungsstelle geschickt.

In fünf Fällen lägen ihm bereits Empfehlungen vor, sagte Bischof Ackermann. Die Opfer erhielten bis zu 5000 Euro, in besonders schweren Fällen mehr. "Unter den Betroffenen aus dem Bistum Trier ist ein Härtefall", sagte Ackermann.

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