Erste Trierer Jugendvertretung wird nun doch gewählt

Trier · Einen Tag vor Bewerbungsschluss hatten erst 17 junge Trierer für einen Platz im ersten Jugendparlament der Stadt kandidiert. Nach Ablauf der Frist gestern Nachmittag sprachen die Organisatoren von mehr als 40 Bewerbern.

Trier. Aufatmen bei den Organisatoren der Wahl zum ersten Trie-rer Jugendparlament: Nachdem die Kandidaturen für einen der 22 Sitze zunächst nur langsam eintrudelten (der TV berichtete), stieg ihre Zahl bis zum gestrigen Bewerbungsschluss deutlich an. "Es sind jetzt mehr als 40 Bewerber", bestätigt Jörg Drekopf, Vorsitzender des Vereins Mobile Spielaktion, der im Auftrag der Stadtverwaltung die Wahl zumJugendparlament organisiert.
Im neuen Gremium sollen sich Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 17 Jahren ab kommendem Jahr aktiv in die Stadtpolitik einmischen. Sie sollen Anträge im Stadtrat stellen dürfen und an Ausschusssitzungen teilnehmen.
Bis vor zwei Tagen schien das Interesse der 6700 wahlberechtigten Trierer noch recht gering. Erst 17 Kandidaten hatten sich um einen Platz in der Jugendvertretung beworben, die an vier Tagen im November (15., 16., 22. und 23.) in Schulen und in einem öffentlichen Wahllokal gewählt werden soll. Jeder Jugendliche kann dabei in seiner Altersgruppe (zehn bis 13 und 14 bis 17 Jahre) drei Stimmen abgeben.
"Ich dachte schon, dass es einen Anstieg geben wird", sagt Drekopf. "Aber nicht, dass er derart hoch sein wird." Einige Schulen hätten die Bewerbungen wohl zunächst gesammelt und erst am Stichtag eingereicht.
Wie viele Bewerber sich im November zur Wahl stellen werden, steht allerdings noch nicht genau fest. "Die Bewerbungen müssen jetzt gründlich geprüft werden", erklärt Ralf Frühauf, Pressesprecher der Stadt Trier. Die Prüfung übernimmt der Wahlausschuss unter Leitung von Triers Bürgermeisterin Angelika Birk in seiner Sitzung am 25. Oktober. Ein Kriterium dabei ist, ob die Bewerber die erforderlichen zehn Unterstützerunterschriften vorweisen können.
Dass im Endspurt noch mehr als 40 Kandidaturen eingegangen sind, bewertet Frühauf als "erfreulich, nachdem die Sache so schleppend angelaufen ist". Bei der Stadtverwaltung hoffe man nun, dass "dieses Interesse auch für die künftige Arbeit des Parlaments beibehalten" werde. Das Ergebnis der Wahl soll am 25. November feststehen. Die erste Sitzung des Gremiums ist für den 20. Januar 2012 geplant. cweb