Erzählungen aus dem moselfränkischen Raum

Erzählungen aus dem moselfränkischen Raum

Die Region ist reich an Autoren. Der Trierische Volksfreund stellt sie und ihre Werke in einer neuen Serie vor. Diesmal geht es um den Band "Geschichten und Sagen von Saar und Mosel" von Josef Ollinger.

Trier/Merzig. Mit seinen "Geschichten und Sagen von Saar und Mosel" dürfte der Merziger Autor Josef Ollinger einigen Menschen in der Region ein Begriff sein. Nun hat er ein weiteres Buch veröffentlicht. Dieses vereint Erzählungen, Kurzgeschichten und Gedichte aus dem moselfränkischen Raum und ist als Lesebuch für die ganze Familie gedacht.

Das Buch: Josef Ollingers "Erzählungen - Geschichten aus dem Moselfränkischen" ist ein Lesebuch für die ganze Familie. Mit Schmunzel- und Dorfgeschichten für die Älteren sowie Kinder-, Tier- und Abenteuergeschichten für die Jüngeren deckt Ollinger alle Generationen ab. Seine "Erzählungen" umfassen 180 Seiten. Der Preis liegt bei 19,95 Euro. Erhältlich ist es in Buchhandlungen oder direkt beim Cardamina-Verlag ( www.cardamina.de).

Der Inhalt: Gegliedert in neun Kapitel enthalten zahlreiche der Kurzgeschichten autobiografische Elemente aus dem Leben des Autors.
So erzählt er anschaulich die Eigenarten vergangener Haustiere und ihre Schicksale. Auch thematisiert er den Kampf gegen den Krebs, an den er seine Frau Marga verloren hat.
Ollinger spricht jedoch ebenso sozialkritische Themen wie Arbeitslosigkeit, Fremdenfeindlichkeit und Jugendkriminalität an. Hauptsächlich situiert er seine Erzählungen im moselfränkischen Raum, jedoch entführt er die Leser in seinen Abenteuergeschichten auch nach Russland, wo ein Wolfsrudel Jagd auf einen Fürsten macht oder ins wilde Amerika, zu Goldgräbern und Grizzlybären.

Der Autor: Mehr als 20 Jahre lang war Josef Ollinger als freier Journalist tätig und berichtete für die Saarbrücker Zeitung und den Trierischen Volksfreund über Heimatthemen.
"Ich bin auf einem Bauernhof im Saarland groß geworden, mit vielen Tieren", berichtet er vom Ursprung seiner Heimatverbundenheit. Seine schriftstellerische Laufbahn hat vor allem ein Erlebnis geprägt: Im Alter von 16 Jahren reichte er zwei seiner Märchen bei einer katholischen Wochenzeitschrift ein und erhielt eine vernichtende Kritik. "Danach habe ich erstmal mit dem Schreiben aufgehört."
Doch Ollinger fand zurück. 2005 publizierte er sein erstes Buch "Geschichten und Sagen von Saar und Mosel", Band 2 erschien im November 2008.
Zwei weitere Bücher sind geplant.

Leseprobe (aus "Der Stadtstreicher"): "Er stand wie jeden Morgen an seiner Ecke beim Rathaus in Saarbrücken, den umgestülpten Hut vor sich auf dem Boden. Davor ein Pappschild, worauf in großen Druckbuchstaben geschrieben stand "Arbeitslos, ohne Wohnung! Bitte um Hilfe! Danke!" Daneben hatte er seinen Rucksack abgelegt mit den wenigen Habseligkeiten, die ihm geblieben waren und die er unbedingt benötigte, um sein armseliges Leben zu fristen."
Aus "Der junge Dieb": "Jörg war ganz verzweifelt, wie konnte dies nur passieren? Er war zum Dieb geworden, zum ersten Mal in seinem Leben hatte er gestohlen. Seine beiden Schulkameraden Stefan und Christian hatten gestern in der Schulpause beschlossen, eine ganz besondere Mutprobe zu wagen, man wollte im Supermarkt der Stadt einen ,Coup\' landen, Musikkassetten stehlen."Extra

Wie sieht der Autor sein Buch? Wir haben Josef Ollinger gebeten, folgende Sätze zu vervollständigen: Ich habe dieses Buch geschrieben, weil... "...ich etwas mitteilen wollte." Das Besondere daran ist, ... "...dass ich mit meinen Erzählungen den Leuten etwas Freude in den Alltag bringen kann." Auf jeden Fall lesen sollte es... "...die ganze Familie." mur

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