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Trier: Es fehlen Zahlen für Egbert-Sanierung

Trier : Es fehlen Zahlen für Egbert-Sanierung

Beschluss für Arbeiten an der Grundschule sollte Ende Januar gefasst werden.

Es sollte die erste wichtige politische Entscheidung des neuen Jahres werden, doch der Baubeschluss für die Sanierung der Trierer Egbert-Grundschule verzögert sich weiter. Für die sogenannte Haushaltsunterlage Bau fehlen noch „wichtige Zahlen und Berechnungen“ bezüglich der Baukosten, teilte Rathaus-Pressesprecher Michael Schmitz auf Nachfrage des Trierischen Volksfreunds mit.

Eigentlich sollte der städtische Schulträgerausschuss am Dienstag, 7. Januar – dem ersten Tag nach den Rathaus-Weihnachtsferien – die Sanierung der seit 2013 wegen Baumängeln geschlossenen Grundschule beschließen. Anschließend hätte die HU Bau auf der Tagesordnung der weiteren zuständigen städtischen Ausschüsse gestanden (Dezernatsausschuss II, Bauausschuss, Steuerungsausschuss). Der letztliche und maßgebliche Beschluss der Generalsanierung war für die Stadtratssitzung am Dienstag, 28. Januar, geplant.

Weil laut Rathaus die beauftragte externe Planungsfirma allerdings noch nicht alle notwendigen Zahlen an das städtische Amt für Gebäudewirtschaft geliefert habe, ist dieser Zeitplan hinfällig. Der  Baubeschluss zur Egbert-Sanierung ist nun für die März-Sitzung vorgesehen. Denn wegen der Winterferien vom 17. bis 21. Februar und der anschließenden ebenfalls sitzungsfreien Karnevalswoche tagt der Trierer Stadtrat im Februar nicht.

Seit der Schließung der maroden Egbert-Grundschule in Trier-Ost im Jahr 2013 findet der Schulbetrieb derzeit im alten Grundschulgebäude im benachbarten Stadtteil Kürenz statt, das zu diesem Zweck reaktiviert und teilsaniert wurde. Die Kürenzer Grundschule war zuvor im Rahmen des Trierer Schulentwicklungsplans geschlossen worden. Die Kürenzer Kinder besuchen seitdem die Grundschule St. Ambrosius in Trier-Nord.

Die Sanierung der Egbert-Grundschule war seitens der Stadtverwaltung anfangs auf 2,3 Millionen Euro taxiert worden. Im Februar 2019 wurde bekannt, dass die Baukosten nach neuen statischen Berechnungen um 40 Prozent auf rund 3,7 Millionen gestiegen seien. Ein Risikoaufschlag für die Behebung nicht vorhergesehener Baumängel – wie es bei der Sanierung alter Gebäude regelmäßig vorkommt – war bei dieser Bausumme noch nicht einkalkuliert. Zuletzt hieß es seitens der Stadtverwaltung, dass die Berechnung der Baukosten sich mittlerweile auf 4,1 Millionen Euro belaufe.

Für die Haushaltsunterlage Bau muss die Stadtverwaltung genaue Zahlen für die Sanierung des alten Schulgebäudes und den geplanten Ersatzbau für die beiden Container-Klassen auf dem Schulhof vorlegen. Auch die Zuschussfrage muss für den kommenden Baubeschluss geklärt sein. Bislang ist unbekannt, in welcher Höhe das Land die Sanierung der kleinen Grundschule mitfinanziert.