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Es kommt auch auf die Länge an - Weihnachtsbäume an der Porta und auf dem Hauptmarkt mindestens zehn Meter hoch

Es kommt auch auf die Länge an - Weihnachtsbäume an der Porta und auf dem Hauptmarkt mindestens zehn Meter hoch

Es vorweihnachtet schon sehr in der Trierer Altstadt. Am Mittwoch sind die Tannenbäume vor der Porta Nigra und auf dem Hauptmarkt aufgestellt worden. Die stattlichen Gewächse, die ab übernächster Woche festlich geschmückt und illuminiert für Festtags-Flair sorgen, stammen aus dem Umland.

Trier/Konz-Krettnach/Schweich. Abgegrast ist Trier noch nicht, wohl aber in gewisser Hinsicht "abgetannt". Beide "städtische" Weihnachtsbäume sind in diesem Jahr aus dem Umland gekommen. Den Grund nennt Ralf Gottdang (46) vom Amt für Gebäudewirtschaft, seit sechs Jahren quasi "Baummeister": "Alle Jahre wieder werden uns die Bäume für den Hauptmarkt und den Porta-Vorplatz von Privatleuten angeboten. Die schau ich mir dann an, treffe die Auswahl. Doch diesmal gab's aus dem Stadtgebiet nichts Brauchbares." In einigen Fällen sei es "offensichtlich gewesen, dass die Leute ihre Tannen einfach nur zum Nulltarif loswerden wollten."Eingespieltes Team

Es kommt auch auf die Länge an - Weihnachtsbäume an der Porta und auf dem Hauptmarkt mindestens zehn Meter hoch
Foto: roland morgen (rm.) ("TV-Upload morgen"
 Von draußen, von Krettnach kommt sie her, die Tanne, die am Mittwochmittag an der Porta Nigra aufgestellt wurde. Alle Jahre wieder ein Job für ein eingespieltes Team, das am Abend den Weihnachtsbaum für den Hauptmarkt folgen ließ, ein Gewächs aus Schweich. Seit 1992 kommen die Tannen nicht mehr aus dem Stadtwald, sondern aus privaten Gärten, weil dort die schöneren Bäume stehen, die sich auch einfacher fällen und abtransportieren lassen. TV-Fotos (3): Roland Morgen, Foto: Dieter Klever
Von draußen, von Krettnach kommt sie her, die Tanne, die am Mittwochmittag an der Porta Nigra aufgestellt wurde. Alle Jahre wieder ein Job für ein eingespieltes Team, das am Abend den Weihnachtsbaum für den Hauptmarkt folgen ließ, ein Gewächs aus Schweich. Seit 1992 kommen die Tannen nicht mehr aus dem Stadtwald, sondern aus privaten Gärten, weil dort die schöneren Bäume stehen, die sich auch einfacher fällen und abtransportieren lassen. TV-Fotos (3): Roland Morgen, Foto: Dieter Klever Foto: roland morgen (rm.) ("TV-Upload morgen"
Es kommt auch auf die Länge an - Weihnachtsbäume an der Porta und auf dem Hauptmarkt mindestens zehn Meter hoch
Foto: roland morgen (rm.) ("TV-Upload morgen"


Immerhin blieben noch genügend Offerten, die den Kriterien entsprechen. Groß sollen sie sein, die Tannen, die an den exponierten Altstadt-Stätten stehen. Mindestens zehn Meter, dazu gerade und möglichst freistehend gewachsen.
Die Nordmann-Tanne, die Irene Schwarz aus Konz-Krettnach gestiftet hat, erfüllt die Voraussetzungen und ist sogar ein besonders ansehnliches Exemplar: "Einer der schönsten Bäume meiner Karriere", findet Edwin Kremer (63), der seit 16 Jahren die Bäume in Auftrag der Stadt fällt. Auch Heike May-Strupp (51) zeigt sich "sehr zufrieden: wunderbar gewachsen und sehr ansehnlich. Eine Zierde für den Porta-Vorplatz", urteilt die Abteilungsleiterin der nur einen Steinwurf entfernten Tourist-Information.
Für die alljährlichen Baumaufstellungen sorgt ein eingespieltes Team. Gottdang sucht aus, Kremer fällt, Kranführer Detlef Marxen (58) von der Firma Steil hebt den Baum sachte auf den und am Zielort vom Tieflader von Becker Logistik (Osann-Monzel) und lässt ihn genau über der Bodenhülse herab.
Bemerkenswert: Der Tanne wurde während der gesamten Prozedur kein Ästchen gekrümmt. Mit 1,2 Tonnen ist sie ein relatives Leichtgewicht. Inoffizieller Gewichts-Rekordhalter ist der Baum der Familie Thomas Albrecht (Trier-Mariahof), der 2013 an der Porta aufgestellt wurde: "Ein richtiger Kaventsmann - 4,3 Tonnen schwer", erinnert sich Kranführer Marxen.
Nachdem der Job an der Porta erledigt ist, muss das Baum-Team am Mittwoch noch einmal ran. Am Abend wird die Hauptmarkt-Tanne aufgestellt. Sie kommt aus dem Garten der Familie Manfred Meier in Schweich und ist ebenfalls ein Nordmann-Gewächs.
In den kommenden Tagen werden die Weihnachtsbäume geschmückt und mit Lichterketten versehen. Ab der Woche nach Totensonntag (22. November) sollen sie dann in harmonischem Einklang mit der Weihnachtsbeleuchtung und den teils sehr liebevollen Geschäftsdekorationen für heimeliges Flair zwischen Hauptmarkt und Porta sorgen.
Bis zum Dreikönigstag (6. Januar) dauert der optische Zauber. Dann tritt noch einmal Sägenmann Kremer in Aktion. Er zerlegt die Bäume. Endstation des Holzes ist im Allgemeinen der Brennofen.
Und Ralf Gottdang vom Amt für Gebäudewirtschaft kann schon mal die "Operation Weihnachtsbäume 2016/17" angehen.
Wer eine Tanne anbieten möchte: Telefon 0651/718-3656, Fax: 0651/718-1658, E-Mail:
ralf.gottdang@trier.de