Es stockt am Stockplatz

"Gesichert" hat sich der Ortsbeirat Trier-Mitte/Gartenfeld das städtische Geld des Ortsbeiratsbudgets für 2009. Immerhin 37 350 Euro macht die Förderung aus, die der Rat nach eigenem Ermessen für von ihm favorisierte Projekte bereitstellen kann.

Trier-Mitte/Gartenfeld. An Ideen mangelt es dem Ortsbeirat Trier-Mitte/Gartenfeld nicht, um eigene Projekte auf den Weg zu bringen. Aber am Geld. Dennoch: 37 350 Euro gibt die Stadt 2009 nach Trier-Zentral und versetzt den Ortsbeirat damit in die Lage, eigene Schwerpunkte zu verfolgen.

Davon machte das Kommunal-Gremium in seiner jüngsten Sitzung im Frankenturm Gebrauch. Bis Ende August will die Verwaltung wissen, wofür der Ortsbeirat konkret das Geld ausgeben will.

Ortsbeirat fördert Radverkehr in der Stadt



Die Beschlussfassung darüber erfolgte einstimmig. Im Einzelnen sind dies folgende Maßnahmen: 17 500 Euro für die Anbringung von Sitzmöglichkeiten und Fahrradständern im Innenbereich, weitere 5000 Euro für Fahrradständer rund um den Kernbereich und 4000 Euro für die Sanierung der maroden Toranlage am Auguste-Viktoria-Gymnasium sowie die Verbesserung der Außenanlage am Balduinsbrunnen. Verbleiben noch 7500 Euro, um Bäume anzupflanzen, und 2350 Euro für Radwegemarkierung. Um 1000 Euro bittedas schwul-lesbische Zentrum "SchMIT-Z" für eine neue Küche (nach Brandschaden erforderlich), teilte Ortsvorsteherin Ricarda Kuhner (CDU) mit. Dies alles war nicht das einzige Geld, das an diesem Abend bewegt wurde.

Erhebliche Mittel aus den Vorjahren wurden bislang geparkt für ganz spezielle Vorhaben. Inniger Wunsch des Ortsbeirats ist ein völlig neu gestalteter Stockplatz. Genau dieser mache seinem Namen alle Ehre, denn die städtischen Planungen für die Neugestaltung des Stockplatzes stocken. Dazu hatte Ortsteilchefin Kuhner den "Hammer des Tages" in die Sitzung mitgebracht: Offenbar sei sich die Verwaltung nicht darüber im Klaren, welches Amt (von mehreren möglichen) zuständig ist für das Projekt, informiert sie. Diesen Eindruck habe sie nach einem Telefonat mit der Verwaltung gewonnen.

Stockplatz soll umgestaltet werden



Er glaube nicht mehr daran, den Beginn der Maßnahme noch zu erleben, bemängelte Günter Kraus (UBM) die schleppende Vorgehensweise: Der Verwaltung müsse "die Pistole auf die Brust gesetzt werden, damit etwas passiert". Udo Köhler (CDU) stellte fest, dass genau seit 2003 nichts passiert sei. Nicht länger einen "Bären aufbinden lassen" von der Verwaltung will sich Dominik Heinrich (Bündnis 90/Die Grünen).

Die Situation im Palastgarten habe sich derart zugespitzt, dass dies nicht mehr hingenommen werden könne, lautete die Forderung querbeet durch die Fraktionen. Es gebe Trierer, die trauten sich aus Angst nicht mehr, durch die Parkanlage zu gehen, und nähmen lieber den Weg außen rum. Rüpel seien gesehen worden, wie sie Bierflaschen gegen die Fenster der Stadtbibliothek geworfen hätten. Schlimm seien auch die Hinterlassenschaften im Park von meist jugendlichen Nutzern. Nicht länger hinnehmbar seien auch die Zustände im Bereich Pferdemarkt/Walramsneustraße.