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Es war Liebe auf den ersten Blick

Es war Liebe auf den ersten Blick

Kennengelernt haben sie sich in einer Zeit, in der man sich hauptsächlich zu Fuß oder mit der Eisenbahn fortbewegte. Zudem hat man sich noch Briefe geschrieben. Wie die Eheleute Noller, die diamantene Hochzeit gefeiert haben.

Gusterath. "Es war Liebe auf den ersten Blick", sagt Hedwig Noller, geborene Zorn (83). Die heutige Diamantjubilarin arbeitete damals in einem Feinkostgeschäft in ihrer Heimatstadt Bad Kreuznach. Im gleichen Ort absolvierte der Jubilar das Staatsexamen zum Agraringenieur. Als Fritz Noller (86) das Kaufhaus 1950 zum ersten Mal betrat, war es um beide geschehen.
"Er hat zu der Zeit noch im Saarland gelebt", sagt Hedwig Noller. "Von daher haben wir uns viele Briefe geschrieben. Sonntags ist er dann manchmal mit dem Zug zu mir nach Bad Kreuznach gekommen", sagt sie. Auf die Verlobung an Weihnachten 1953 folgte die Hochzeit am 5. Juni 1954 im Standesamt Frei-Laubersheim (Landkreis Bad Kreuznach). Durch seine Arbeit bei der ehemaligen Landeslehr- und Versuchsanstalt konnte Fritz Noller mit seiner Hedwig eine erste gemeinsame Wohnung in Trier beziehen. 1972 zogen sie nach Gusterath.
Zu den Festgästen zählten auch Ortschef Alfred Bläser und dessen Vertreter Werner Berens, VG-Ruwer-Beigeordneter Günter Jakobs und Kreisvertreterin Stefanie Nickels.
In geselliger Runde erzählte Fritz Noller davon, dass er bis zu seinem Ruhestand auch für das ehemalige Trierer Bezirks-Pflanzenschutzamt gearbeitet habe, während seine Frau bis 1972 ihrem erlernten Beruf in verschiedenen Kaufhäusern in Trier nachging. "Dass wir vor 60 Jahren geheiratet haben, habe ich nie bereut. Mir geht es gut, und wir verstehen uns wunderbar", sagt Hedwig Noller. anf

Extra

Hedwig und Fritz Nollers Rezept für eine lange Ehe: "Bei uns kocht keiner seine eigene Suppe. Wir machen alles gemeinsam. Entweder wir gehen zusammen raus oder wir bleiben zusammen zu Hause. Wir haben immer gegenseitig Rücksicht genommen und uns nichts nachgetragen." anf