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"Es wird weiterhin das Gespräch gescheut"

"Es wird weiterhin das Gespräch gescheut"

"Sehr erstaunt" zeigt sich die City-Initiative-Vorsitzende Karin Kaltenkirchen über die Gründung einer Interessengemeinschaft (IG) großer Handelshäuser in Trier. Vor dem Wirtschaftsausschuss des Stadtrats bedauerte sie zugleich deren "mangelnde Gesprächsbereitschaft".

Trier. Dass diese Frage kommen würde, war so sicher wie das Amen in der Kirche. Als der Tagesordnungspunkt "Vorstellung der City-Initiative und Aktivitäten 2011" im Wirtschaftsdezernatsausschuss abgehakt war und Vertreter aller Fraktionen Vorstand und Geschäftsstelle Dank gesagt hatten, legte Richard Leuckefeld (Grüne) nach. Was sie denn von der Gründung der Interessengemeinschaft aus sieben Waren- und Modehäuser-Chefs sowie Unterhaltungselektronikern (TV vom 23. März) halte, wollte er von Karin Kaltenkirchen wissen. "Ich finde diese Entwicklung sehr schade", sagte die Chefin der City-Initiative, und sie sei erstaunt, dass es so weit gekommen ist. "Mit uns ist nie gesprochen worden, und es wird weiterhin das Gespräch gescheut, obwohl wir immer wieder betonen, dass wir uns über jede Anregung, aber auch Kritik freuen."

Rationale Gründe für eine zusätzliche Vertretung von Innenstadthändlern könne sie nicht erkennen, sagte die 41-Jährige. Sie vermutet als Triebfeder "persönliche Animositäten".

Nun wird mit Spannung erwartet, ob die Geschäftsführer der Warenhäuser als Initiatoren der neuen Gruppierung auch zur Jahreshauptversammlung der City-Initiative am Montag (19.30 Uhr, IHK-Tagungszentrum) erscheinen. Unabhängig davon will Wirtschaftsdezernent Thomas Egger sich mit IG-Vertretern treffen und versuchen, "Interessen und Schlagkraft zusammenzuführen. Es macht aus meiner Sicht keinen Sinn, wenn viele an mehreren Strängen ziehen." rm.

Lesen Sie am Montag im TV: Redaktionsgespräch mit Mitgliedern neuen Interessengemeinschaft Einzelhandel. Was sie wollen, was sie kritisieren.