Esel, Uhren und ein T(r)ick

Ich mag Esel (vierbeinig) und Eselsbrücken. Seit einem Jahr weiß ich eine, die ich zwei Mal im Jahr brauche: die Uhr-Umstellungs-Eselsbrücke. Damit gebe ich seither gern an, wenn Leute zur Sommer-Winter-Zeit ratlos sind.

Ging mir ja auch so. Aber nun weiß ich Bescheid: Im Sommer stellt man Stühle raus (die Uhr vor), im Winter stellt man sie zurück (die Uhr auch). Jetzt ist Winterzeit: Uhr zurück stellen. Um sieben Uhr morgens ist es also - schwupps - erst sechs Uhr. Klappt doch! Ins Grübeln komme ich trotzdem wieder bei der für mich wichtigsten Frage: Kann ich jetzt länger schlafen oder nicht? Dafür brauche ich noch eine Eselsbrücke. So was wie: Der Winter ist länger, der Sommer ist kürzer, und er war das auch schon früher? Hilfe! Aber abends? Bleibe ich da nicht "länger auf"? Da wäre noch etwas. Ich brauche noch etwa ein Dutzend Eselsbrücken, um mir all die Knöpfchen, Schalter und so weiter zu merken, mit denen man die Uhren tatsächlich umstellt. Ist ja fast überall eine Uhr "drin": Backofen, Computer, Auto, war nicht auch eine im Fieber-Thermometer? Mir reicht es mit diesen künstlichen Zeitenwenden, die hat sich bestimmt ein zweibeiniger Esel ausgedacht. Ich mache das brav mit und fühle mich deshalb irgendwie auch selber so, ja so blöd.

Dabei habe ich einen T(r)ick: Mein Wecker geht eigentlich immer vor. Wenn er klingelt, weiß ich: Och, ist ja noch nicht sooooo spät, da kann ich noch kurz weiterschlafen. Geniales Zeitmanagement, oder? Und weil ich heute ja sowieso länger schlafen kann: Guten Morgen!