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Eurener freuen sich auf neuen Dorfplatz

Eurener freuen sich auf neuen Dorfplatz

Das Warten hat ein Ende. Nach knapp 40 Jahren sollen die Eurener nun einen neuen Dorfplatz bekommen. Klappt alles, könnte dieser zur Kirmes 2017 eingeweiht werden. Das lässt sich die Stadt bis zu 170 000 Euro kosten.

Trier. Hans-Alwin Schmitz kann sein Glück kaum fassen. Nach knapp 40 Jahren darf der Eurener Ortsvorsteher verkünden: "Wir bekommen einen neuen Dorfplatz."
Das habe der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe ihm bei einem Treffen gemeinsam mit Baudezernent Andreas Ludwig versprochen. Im August 2017, mit Beginn der traditionellen St. Helena Kirmes, soll der 200 Quadratmeter große Asphaltfleck in neuem Glanz erstrahlen.
Ein paar Bäume, ein paar Sitzgelegenheiten: Viele Wünsche habe er ja gar nicht, sagt Schmitz. Dennoch warte Euren seit fast 40 Jahren auf einen neuen Platz.
Das Hauptproblem sei gewesen, dass Trier einfach zu viele Baustellen habe. "Der Eurener Dorfplatz hatte da nicht oberste Priorität." So kam es dann, dass die Stadt in ihrem Haushalt Geld bereitstellte (170 000 in 2013) und sogar Pläne zur Umgestaltung vorlegte. Bauarbeiter sind letztlich aber nie angerückt.
In Euren dauere es immer ein wenig länger, sagt Schmitz dann. Er verweist auf den Ausbau der Eurenerstraße und auf das Neubaugebiet BG51. Auf beide Projekte hätten die Eurener jeweils 35 Jahre warten müssen.
Schmitz ist nun aber fest davon überzeugt, dass es im kommenden Jahr auch wirklich einen neuen Platz gibt. "Ich halte Wolfram Leibe für einen sehr strukturierten und verlässlichen Mann", sagt er. Leibe selbst bekräftigt noch einmal sein Vorhaben. "Es wäre schön, wenn wir 2017 zur Eurener Kirmes den Platz feierlich eröffnen können."
Den Dorfplatz will Schmitz als nächsten Schritt vermutlich schon im April erneut im Ortsbeirat besprechen. Jetzt gehe es darum, aus den Planungen, die die Stadt einst vorgelegt hatte, und den eigenen Wünschen einen geeigneten Kompromiss zu finden. "Wenn wir da schnell auf einen Nenner kommen, setzt das die Stadt natürlich auch ein bisschen unter Druck."
Laut Stadtsprecher Ralf Frühauf stehe auch für 2017 das bereits 2013 festgesetzte Budget über 170 000 Euro für den neuen Dorfplatz zur Verfügung. Zudem werde die Stadt noch mit dem Ortsbeirat besprechen, ob dieser beispielsweise die Kosten für die Bepflanzung übernehmen könnte.
Schmitz ist zunächst gesprächsbereit. "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg", sagt er. "Und der Wille scheint ja jetzt da zu sein." sek