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Europas Pulsschlag reicht über die Mosel

Europas Pulsschlag reicht über die Mosel

Trier/Perl (red) Singen für Europa: Unter diesem Motto stand die siebte Veranstaltung von Pulse of Europe (Puls Europas) Trier am Sonntag. Rund 300 Menschen kamen zum Porta-Nigra-Vorplatz.

Ein Chor sang ein mehrsprachiges Lied und lud alle Besucher ein, einzustimmen. Thomas Schmitt, Triers Kulturdezernent, machte deutlich, dass die von den Römern gegründete Stadt Trier in einer Region, in der auch Kelten, Alemannen, Hunnen und Franken gelebt haben, immer schon durch den Austausch der Kulturen geprägt war: "Kultur entsteht durch Offenheit. Kultur kennt keine Grenzen."
Klaus Jensen, Honorarkonsul von Luxemburg und Triers Ex-Oberbürgermeister, erinnerte daran, dass neben der Sowjetunion kein anderes Land so unter den Nazis gelitten habe wie Luxemburg und es um so bedeutender sei, dass die Luxemburger den Deutschen so schnell wieder die Hand zur Versöhnung gereicht hätten. Julia Reidenbach, Initiatorin von "Chor über Brücken", stellte ihr Projekt vor, das Kinder unterschiedlicher Herkunft und Kulturen zusammenbringt.
Am Samstag gab es einen ersten, gemeinsamen grenzüberschreitenden Pulsschlag von Pulse of Europe Saarbrücken, Luxemburg und Trier. Nach einer Kundgebung am Europakreisel in Perl (Kreis Merzig-Wadern) zogen 80 Menschen singend über die Moselbrücke nach Schengen zum Europadenkmal und wurden dort vom Schengener Bürgermeister begrüßt. Es folgten Grußworte und eine bewegende Ansprache von Werner Hillen vom saarländischen Landesverband der Kriegsgräberfürsorge. Mit dem Singen der Europahymne und einer Menschenkette rund um das Europadenkmal trennten sich die Teilnehmenden in der Hoffnung, dass auch nach den Stichwahlen in Frankreich am 7. Mai die Grenzen und Herzen offen bleiben.