Experten informieren zu Cattenom, Atomkraft und Energiewende

Experten informieren zu Cattenom, Atomkraft und Energiewende

Das Anti-Atom-Netz Trier veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Trier ab Dienstag, 4. Februar, eine Vortragsreihe zu Themen der Atomkraft.

Trier. Die Vortragsreihe des Anti-Atom-Netzes Trier zum Thema Atomkraft beginnt am Dienstag, 4. Februar, 19 Uhr, im Raum 5 der Volkshochschule am Domfreihof. Diplom-Ingenieur Dieter Majer referiert zu demThema "Cattenom - wie real ist die Bedrohung". Majer stellt seine Erkenntnisse als offizieller Stresstest-Beobachter für Rheinland-Pfalz, Saarland und Luxemburg zum Atomkraftwerk (AKW) Cattenom vor. Der Referent war zwölf Jahre lang Leiter der Unterabteilung Sicherheit kerntechnischer Anlagen im Bundesumweltministerium. Majers Abschlussberichtenthält die Forderung, das AKW sofort vom Netz zu nehmen. Am Dienstag, 11. Februar, folgt das Thema "Atommüll - alles strahlt". Weltweit wird tonnenweise Atommüll produziert, obwohl es keinen sicheren Platz dafür gibt. Stattdessen lagert der Atommüll auf Halden, in dafür ungeeigneten Bergwerken und in oberirdischen Leichtbauhallen, in Deutschland zum Beispiel an über 50 Stellen - Rheinland-Pfalz ist auch dabei. Referentin ist Elisabeth Quaré, Vorsitzende der Messgruppe Maus e.V., die Radioaktivitätsmessstationen in der Umgebung des AKW Cattenom betreibt.Am Dienstag, 18. Februar, geht es um "Bure: Atomklo mitten in der Region?". In Lothringen, 150 Kilometer von Trier entfernt, baut die französische Atommüllagentur Andra an einem Endlager für mittel- und hochradioaktiven Müll. Der Referent und Diplom-Geograph Markus Pflüger hat den Entstehungsprozess dieses zunächst als "Versuchslabor" deklarierten Projekts von Anfang an verfolgt und erläutert den gegenwärtigen Stand. Am Dienstag, 25. Februar, folgt der Gegenentwurf "Die regionale Energiewende in Bürgerhand". Sebastian Sladek, Mitbegründer der Elektrizitätswerke Schönau (EWS), berichtet darüber, wie die Schönauer Initiative ihr Konzept gegen scheinbar übermächtige Energiekonzerne durchsetzen konnte und erklärt, wie sichere Stromversorgung mit Sonnen-, Wind- und Wasserkraft funktioniert.Am 11. März, am dritten Jahrestag der Fukushima-Katastrophe, wird die Reihe mit dem Vortrag "Fukushima: Die andauernde Katastrophe und ihre globalen Auswirkungen" abgeschlossen. Hayato Fujii, japanischer Atomkraftgegner und der Japankenner Richard Pestemer erklären, wie sich in Japan trotz der schrecklichen Erfahrungen mit den Atombombenabwürfen die sogenannte "friedliche Nutzung" der Atomkraft durchsetzen konnte. Die Volkshochschule Trier erhebt für jeden Vortrag 5 Euro Eintritt. redantiatomnetz-trier.de