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Kontroverse um "deutsches Wasser" Nach Mitteilung der Stadtwerke sind im Stadtbereich von Trier Postwurfsendungen aufgetaucht, die sich kritisch mit der Qualität des "deutschen Wassers" auseinander setzen Es wird dort auf den Weltwasserbericht der Unesco aus dem Jahr 2003 hingewiesen, wo das deutsche Wasser "gerade mal auf einem blamablen 57. Rang - zwischen Ecuador und Zimbabwe" lande.

Hinter dieser Postwurfsendung steht die Firma "Bestwater", die Wasseraufbereitungsanlagen, so genannte Umkehr-Osmoseanlagen, unter dem Namen "Jungbrunnen 66-00 K" vertreibt. Solche Anlagen in Hausinstallationen einzubauen, sei reine Geldmacherei und bei mangelnder Wartung stelle sie eine potenzielle Gefahrenquelle für mikrobiologische Kontaminationen dar, sagt Laborleiter Helfried Welsch, bei den Trierer Stadtwerken zuständig für Wassergüte und -hygiene. Mit der Auflistung von Schlagzeilen wie "Unfruchtbarkeit bei Frau und Mann - durch Bor" oder "Arsen, Asbest und Blei im Wasser" werde auf verantwortungslose Weise mit den Ängsten der Leute gespielt, so Welsch. Der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) hat die Unesco-Studie kritisiert. Es werde suggeriert, dass das Ranking für Trinkwasser stattgefunden habe, es seien aber Gewässer bewertet worden, so die BGW. Helfried Welsch zur Wasserqualität: "Für die Stadtwerke Trier kann ich sagen, dass neben modernen Trinkwasseraufbereitungsanlagen (Wasserwerke Irsch und Kylltal) und der umfangreichen Überwachung der Trinkwasserqualität durch unser eigenes akkreditiertes Trinkwasserlabor insbesondere die Trinkwasserschutzgebiete für unser gutes Trinkwasser verantwortlich sind. (alf)