"Extreme Unebenheiten"

Acht Tagesordnungspunkte hatte sich der Ortsbeirat gesetzt. Am Ende wurden durch eine Erweiterung mehr daraus - und alle wurden einstimmig abgesegnet.

Trier-Euren. Zumindest eine Mitschuld gibt der Ortsbeirat Euren den "Riesen-Kastanien", dass der Zustand des Schulhofs der Grundschule so desolat ist. Das Wurzelwerk der Bäume drücke sich nach oben mit starker Rissbildung in der Teerschicht als Folge. Eine Gefährdung von spielenden Kindern sei nicht mehr wegzureden, so die Auffassung der Ratsversammlung in der Sitzung im Montessori Kinderhaus. Kein Geld für neue Hütte auf Bolzplatz

Eingestiegen in die Sitzung war der Rat mit einem Gang durch die Einrichtung, die von den Erzieherinnen Heidi Weis und Ricarda Bach vorgestellt wurde. "Extreme Unebenheiten und scharfe Kanten" sind Stolperfallen für spielende Kinder, so Ortsvorsteher Hans-Alwin Schmitz (UBM). Alexander, Paul, Sven und Danny, Eurener Jungs im Alter von zehn bis dreizehn Jahre, sind mit den Spielmöglichkeiten überhaupt nicht zufrieden, erzählen sie. Alexander, noch im Gesicht gezeichnet, hat offensichtlich leidvolle Erfahrungen mit der Schulhofoberfläche gemacht, als er sich vor Wochen eine blutige Nase holte: "Ich bin mit dem Schuh hängen geblieben", berichtet er von seinem Sturz. Einhellig sprach sich der Rat für eine Schulhof-Sanierung aus. Die Stadtwerke sind abgezogen mit den Baustellen in der Eurener Straße, nun sollen nach Auskunft von Jürgen Metzen vom Stadt-Planungsamt Bagger und Raupe anrücken für die Straßensanierung auf 700 MeternLänge. Mitte Mai werde die Ausschreibung erfolgen, schätzt Metzen. Zur Planung habe es bislang keine Änderungen gegeben. Die Bauphase werde voraussichtlich bis Mitte 2008 dauern. Im Zuhörerraum eine starke Abordnung Herresthaler Bürger. Grund: Der Kulturverein plant, die marode Hütte auf dem Bolzplatz durch ein solides Gebäude zu ersetzen. Man habe gespart, aber für das Gemeinschaftshaus reichten die eigenen Mittel nicht, so Jürgen Petry. Von der "utopischen Bausumme von 170 000 Euro" habe man bereits Abstriche gemacht. Petry rechnet damit, dass man bei 120 000 Euro landen werde. Jede Menge Eigenleistungen wollen die Bürger erbringen. Zwar war der Ortsbeirat nicht abgeneigt, einen Obolus beizusteuern, aber das Projekt sei bei dieser Größenordnung eher was für den Stadtrat. Immer wieder verschwinden vom Ortsbeirat beschaffte Gießkannen auf dem Friedhof - private sind angekettet, was bei den städtischen nicht möglich ist. Also entschloss sich der Rat, den "kannenlosen Friedhof" wieder zu bestücken. Finanzspritze auch für den Sport: Die Beschallung für die Turnhalle fördert der Rat mit 2000 Euro.