Fahrbahnerneuerung in zwölf Akten: Nordteil des Alleenrings zehn Wochen lang Baustelle - Zum Auftakt Lindenstraße gesperrt

Fahrbahnerneuerung in zwölf Akten: Nordteil des Alleenrings zehn Wochen lang Baustelle - Zum Auftakt Lindenstraße gesperrt

Das Altstadtfest geht, die Bauarbeiter kommen: Der nördliche Teil des Alleenrings wird ab kommender Woche zur Großbaustelle. Der erste von insgesamt zwölf Abschnitten der Fahrbahnerneuerung ist der schwierigste: Die Lindenstraße ist zwei Wochen lang voll gesperrt.

Der gut gemeinte Tipp von Triers Baudezernent Andreas Ludwig ist kein Scherz: "Wer kann, sollte das Baufeld weiträumig meiden." Kraftfahrer, die den Ratschlag nicht beherzigen, werden eine nicht sonderlich unterhaltsame Altstadttour absolvieren müssen, denn im Nordteil des Alleenrings gilt ab kommendem Montag der Ausnahmezustand inklusive Staus, auf die der nationalfeiertagsbedingte Großandrang von Luxemburgern gestern einen Vorgeschmack gab. Vom 29. Juni bis 18. September erneuert das städtische Tiefbauamt die Fahrbahn. Nicht etwa, weil sie schon komplett marode wäre, wohl aber, um einer Buckel- und Schlaglochpiste vorzubeugen. Jetzt ist es noch mit einer sogenannten "Straßenunterhaltungsmaßnahme" getan, in ein paar Jahren wäre der Streckabschnitt, den täglich rund 20 000 Kraftfahrer nutzen, komplett marode. Nach der Devise "Lieber jetzt die Infrastruktur hegen und pflegen als später kostspielig neu bauen" macht das Tiefbauamt nun Nägel mit Köpfen. Und das unter erschwerten Bedingungen: "Wir mussten bei der Planung auf Großereignisse wie das Moselfest und die ADAC-Rallye Rücksicht nehmen, aber auch auf die Baumaßnahmen der Stadtwerke in der Paulinstraße und in der Franz-Georg-Straße", erläutert Bernd Ksyk von der Abteilung Straßenunterhaltung und weiß: "Die ersten beiden Wochen werden die schwierigsten."
Am kommenden Montag, dem Tag nach dem Altstadtfest, geht\'s los. Nachmittags wird die Umleitungsbeschilderung eingerichtet, und ab Dienstag (30. Juni) ist die Lindenstraße bis zum 10. Juli (Beginn Moselfest) komplett dicht. Es ist die einzige Vollsperrung in dem in zwölf Abschnitte aufgeteilten Bauprojekt. Die einzelnen Phasen und die damit einhergehenden Verkehrsführungen sind so kompliziert, dass das städtische Presseamt jeweils eine eigene Internet-Information plant.

Kostprobe: In den Bauphasen eins bis sechs gibt es einen Einbahn-Ringverkehr von der Theodor-Heuss-Allee, Nordallee und Friedrich-Ebert-Allee und dann weiter via Franz-Ludwig- oder Deutschherrenstraße. In der Friedrich-Ebert-Allee und der Franz-Ludwig-Straße verläuft die Verkehrsführung dann entgegengesetzt zur jetzigen.

Auch Stadtbusse müssen wochenlang Umleitungen fahren. Wie der Weg etwa der Linien 2, 7 und 87 von Porta Nigra zur Kaiser-Wilhelm-Brücke genau verlaufen wird, wollen die Stadtwerke in den nächsten Tagen bekanntgeben.
Das Brüder- und das Elisabeth-Krankenhaus sollen für Rettungsfahrzeuge aber jederzeit auf kurzem Weg erreichbar bleiben.

Ebenfalls wichtig zu wissen: Die Paulinstraße ist ab 13. Juli zwischen Wasserweg und Zeughausstraße Stadtwerke-Baustelle. Während der fünfmonatigen Leitungsverlegungen kann der Verkehr den 300 Meter langen Bauabschnitt nur in Richtung Stadtmitte passieren. An dem privaten Hausbauprojekt mit Kran, das noch einige Wochen lang die Fahrbahn der Paulinstraße in Höhe der Fleischerei Martin auf eine Spur verengt, wird der Verkehr ab kommender Woche per Ampel geregelt.

Den Zuschlag für die 1,3 Millionen Euro kostende Fahrbahnerneuerung hat die Firma Faber Tief- und Straßenausbau (Schlierscheid/Hunsrück) erhalten. Insgesamt werden auf fast 15 000 Quadratmeter rund 5300 Tonnen Mischgut (Deck-, Binde- und Tragschichten) aufgebracht, für deren Anlieferung mehr als 210 Sattelzüge nötig sind.Extra

Weitere Baustellen im Sommer: Die Sickingenstraße ist vom 3. bis 28. August (Semesterferien) wegen Fahrbahnerneuerung zwischen der Schöne-Aussicht-Kurve und dem Wendehammer Petrisberg für Kraftfahrzeuge voll gesperrt. Auf dem 500 Meter langen Abschnitt werden die Asphalttragschicht und -deckschicht erneuert. Die dazu notwendigen rund 1100 Tonnen Mischgut werden von 44 Sattelzügen angeliefert. Der Petrisberg ist während der Bauarbeiten über Olewig und Kürenz erreichbar. Die Augustinusstraße (Tarforst) erhält zwischen dem 31. August und dem 25. September (Semesterferien) eine neue Fahrbahn. Da die Straße vorwiegend als Bus trasse genutzt wird, halten sich die Verkehrsbehinderungen in Grenzen. Benötigt werden rund 850 Tonnen Mischgut (32 Sattelzüge). In der Simeonstraße wird in vier Abschnitten das rund 30 Jahre alte Pflaster ersetzt. Abschnitt eins steht vom 3. August bis 30. Oktober auf dem Programm und umfasst die westliche Straßenhälfte zwischen Moselstraße und Judengasse (rund 700 Quadratmeter). Während Veranstaltungen wie ADAC-Rallye und Fashion Days ruhen die Bauarbeiten. Abschnitt zwei folgt 2016; das Tiefbauamt hofft, die Operation Pflasteraustausch bis spätestens 2018 abgeschlossen zu haben. rm.