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Fahrradfahrer demonstrieren für bessere Verkehrsinfrastruktur in Trier

Verkehr : Fahrradfahrer demonstrieren für bessere Verkehrsinfrastruktur in Trier

Mehr als 90 Fahrradfahrer sind am Samstag eine Stunde in Begleitung der Polizei durch Trier gefahren und haben auf die Probleme der Radfahrer aufmerksam gemacht.

Es waren weitaus mehr Radfahrer als von der Initiative Fridays for Future bei Ordnungsamt und Polizei angemeldet worden waren. Mehr als 90 Personen wollten sich die Chance nicht entgehen lassen, gegen die Infrastruktur für Radfahrer in der Stadt Trier zu protestieren.

Ursprünglich waren auch aufgrund der Corona-Einschränkungen nur 30 Teilnehmer genehmigt worden. Da jedoch die Polizei mit Beamten auf Fahrrädern, Motorrädern und in Streifenwagen gut aufgestellt war, erlaubte das Ordnungsamt kurzerhand allen teilzunehmen, die gekommen waren. So starteten am Viehmarkt gegen 14.30 Uhr etwa 60 Radfahrer. Unterwegs schlossen sich weitere 30 Teilnehmer an.

Fahrradfahrer demonstrieren in Trier

Um 14 Uhr startete die Kundgebung mit kurzen Ansprachen zum Thema Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und der Fahrradwege in Trier. Neben der Aktion auf dem Rad zogen weitere 15 Teilnehmer mit Plakaten durch die Fußgängerzone.

Hauptorganisator Henry Hofmann von „Fridays for Future“ in Trier hatte mit Gleichgesinnten zu der Kundgebung eingeladen. „Ich bin heute hier, um für eine bessere Fahrradinfrastruktur und einen besser ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr zu demonstrieren, da ich aus klimatechnischen Gründen nicht mit dem Auto fahren möchte, wenn es so weit ist“, erklärt der 16-Jährige seine Beweggründe. Es sei in Trier schon ein großes Problem: Je nachdem, in welchem Stadtteil man wohne, fahre dort lediglich alle 30 Minuten ein Bus. Mit dem Fahrrad unterwegs zu sein, sei zuweilen lebensgefährlich. „Es ist Nötigung, wie sich einige Autofahrer im Straßenverkehr gegenüber Radfahrer benehmen.“

 Rentner Günther Fischbach aus Trier ist mit dem Fahrrad zur Demonstration gekommen. Er unterstützt die Bewegung Friday for Futures, wo er nur kann. „Die Politik könnte zwar selbst auf den Gedanken kommen, etwas für das Klima zu tun, aber die Jugendlichen machen das schon richtig so“, sagt Fischbach. Die Forderung, den ÖPNV und die Fahrradinfrastruktur auszubauen, unterstützt Fischbach. „In Trier ist schon viel bewegt worden. Wo ein guter Wille ist, geht auch noch mehr.“ Er wünscht sich mehr Sicherheit für Fahrradfahrer und den Bau von mehr Fahrradspuren.

Foto: Florian Blaes

Die Fahrraddemonstration war in Trier die erste Kundgebung von Fridays for Future seit Beginn der Corona-Krise. Es war zudem die erste offizielle Kundgebung dieser Art in der Trier.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fridays for Future-Raddemo in Trier