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Fairer Handel und feierliche Musik

Fairer Handel und feierliche Musik

Die Pfarrei St. Matthias in Trier-Süd hat auf besondere Weise gefeiert: mit einem "fairen" Pfarrfest, bei dem fair gehandelte Produkte im Mittelpunkt stehen. Musikalischer Höhepunkt war ein Konzert bei den Bischofsgräbern in der Krypta der Abtei.

Trier. "Wir machen schon 20 Jahre faire Pfarrfeste, das ist doch nichts Neues", bekommt Ludwig Kuhn vom Netzwerk Weltkirche des Dekanats Trier mitunter sehr oft zu hören, wenn er die Werbetrommeln rührt für die Aktion "faire Pfarrfeste".
Das möge so sein, gibt Kuhn dann zur Antwort, aber die Aktion von Netzwerk und Dekanat Trier meint mit "fair" etwas anderes. Nämlich: Nicht guter Zweck, Erlös und ehrenamtliches Engagement sind gemeint, sondern, dass fair gehandelte Produkte verwendet werden, Mehrweg-Geschirr dem Vorrang vor Einweg-Plastik-Besteck gegeben wird, Speisen und Getränke aus regional produzierten Waren zum Angebot gehören, Stände über den fairen Handel informieren und einige Dinge mehr. Die Initiatoren freuen sich über die ansehnliche Resonanz der Aktion, die bereits erste Früchte trägt.
Ausgezeichnet wurden für ihr Mitmachen nach den Fair-Gesichtspunkten die Pfarreien Heiligkreuz, St. Augustinus, St. Andreas und St. Martin (Zewen).
St. Matthias fällt eine Vorreiterrolle zu. Oberbürgermeister Klaus Jensen lobte bei seinem Besuch die Aktion. Wer nach den genannten Gesichtspunkten handele, trage mit dazu bei, "dass wir unseren Kindern und Kindeskindern keine schlechte Welt überlassen", sagte Jensen und erinnerte an die doch bescheidenen Anfänge, als ausschließlich der fair gehandelte Kaffee im Mittelpunkt des Engagements gestanden habe. Der fair gehandelte Kaffee heute schmecke vorzüglich. Folgendes war dem OB sehr wichtig: Hier wie in fernen Ländern müsse derjenige, der hart arbeite, auch davon leben können. Zusammen mit Dechant Georg Goeres überreichte Jensen die Urkunden an die Vertreter der genannten Pfarreien. Goeres: "Möge das gute Beispiel weiterhin Schule machen." LH
Zu nächtlicher Stunde haben 65 Besucher neben den Bischofsgräbern von Valerius und Eucharius Platz genommen. Texte und Musik über die Gottesmutter Maria prägten das fast einstündige Programm unter der musikalischen Leitung von Jutta Thommes. Der Chor "Die Singflut" füllte die Krypta der Basilika St. Matthias mit Werken des Frankfurter Komponisten Peter Reulein ("Mit dir, Maria, singen wir"), der Psalmvertonung "Be with me, Lord" von Michael Joncas, sowie andere Magnificat-Vertonungen. Auch in diesem Jahr zeigte die Krypta ihre brillanten akustischen Eigenschaften und empfahl sich damit als Raum für weitere kleine Konzerte. Für die optisch meditative Stimmung sorgte das Licht unzähliger Kerzen. red