Faires Frühstück, faire Schulen, fairer Handel

Faires Frühstück, faire Schulen, fairer Handel

Zum siebten Mal in Folge haben am Samstag die Lokale Agenda 21 und das Netzwerk Weltkirche des Dekanats Trier zum Weltbürgerfrühstück auf dem Kornmarkt eingeladen. Von 11 bis 15 Uhr gab\'s gerecht gehandelte Speisen und Infos über lokale Projekte und fair gehandelte Produkte.

Trier. Nicht einmal der Regen kann die neugierigen Besucher des Weltbürgerfrühstücks am Samstag vom Kornmarkt vertreiben. 38 Stände trotzen dem Wetter mit den verschiedensten Angeboten von fair gehandelter Schokolade über Informationen zur Wasserprivatisierung bis zu vegetarischem Essen aus aller Welt.
Auch die beiden Abiturientinnen Paulina Straus und Laura Schreiner lassen sich den Appetit durch das schlechte Wetter nicht vermiesen. Die beiden stammen zwar aus Trier, besuchen die seit sieben Jahren stattfindende Veranstaltung aber zum ersten Mal. "Wir hatten keine Vorstellung davon, was es hier so geben würde, aber wir sind positiv überrascht", erzählt die 19-jährige Paulina Straus beim Essen.
Die Eröffnung durch die Vertreter der beiden Träger der Veranstaltung, Sabine Mock von der Lokalen Agenda 21 Trier und Ludwig Kuhn vom Netzwerk Weltkirche des Dekanats Trier, hatte noch bei Sonnenschein stattgefunden. Zehn neue Stände sind dieses Jahr dazu gekommen. Darunter die Wilhelm-Hubert-Cüppers-Schule, die am Vortag die Auszeichnung zur ersten Fairtrade-Schule Triers erhalten hat. An ihrem Stand kann man mit verbundenen Augen raten, welche Sorte fair gehandelte Schokolade man grade probiert. "Wir wollten Wissen mit Genuss verknüpfen", erklärt Lehrerin Hanja Fröhlich-Leuoth.
Wenn sie richtig raten, können Kinder im Alter zwischen sechs und zwölf hier einen von sechs benötigten Stempeln für ihr Zukunfts-Diplom erhalten. Mit diesem Projekt soll auf spielerische Art der nächsten Generation unter anderem das Thema fairer Handel nähergebracht werden. Bei ähnlichen Veranstaltungen zwischen Mai und September kann man die restlichen fünf notwendigen Stempel erlangen.Extra

Der Verein Lokale Agenda 21 Trier geht zurück auf die UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro von 1992. Hier verfassten 179 Länder unter dem Leitbild nachhaltige Entwicklung einen Leitfaden für das 21. Jahrhundert. Das Ziel: So leben, dass die Lebensgrundlage aller Menschen - egal ob erste, zweite oder dritte Welt - und aller Generationen, auch künftiger, nachhaltig gesichert ist. Infolgedessen bildeten sich lokale Gruppen, so wie 1999 die Lokale Agenda Trier e.V., um diese Sicherung auf kommunaler Ebene zu beginnen. amb

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