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Fall Tanja Gräff: Sonderkommission befragt 50 Zeugen erneut

Fall Tanja Gräff: Sonderkommission befragt 50 Zeugen erneut

Nachdem am 11. Mai die sterblichen Überreste der seit fast acht Jahren vermissten Studentin Tanja Gräff in Trier nahe der Fachhochschule gefunden worden sind, arbeitet eine Sonderkommission intensiv an der Aufklärung des Falls. Jetzt werden 50 Zeugen erneut vernommen, Hinweise überprüft und Akten gesichtet.

Die sterblichen Überreste der seit dem 7. Juni 2007 vermissten Studentin Tanja Gräff wurden in einem unwegsamen Gelände in Trier-Pallien gefunden - nach fast acht Jahren. Nun sind erfahrene Kriminalbeamte dabei, rund 900 Spuren, die bisher zusammengetragen wurden, im Hinblick auf die Erkenntnisse am Fundort noch einmal zu überprüfen.

Unter anderem haben die Beamten über 50 Zeugen erneut befragt, die damals oder heute in der Wohnanlage wohnten oder arbeiteten, hinter der die sterblichen Überreste gefunden worden waren. Unterstützt werden die Ermittler von Spezialisten des Landeskriminalamtes und von externen Gutachtern.

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Sie untersuchen derzeit die Bekleidungsreste und persönlichen Gegenstände, die am Fundort gesichert wurden. "Aufgrund der Beschaffenheit dieser Asservate können die Untersuchungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen," sagt Soko-Leiter Christian Soulier.

Untersuchungsergebnisse liegen noch nicht vor.

Neben diesen Überprüfungen geht die Soko auch Hinweisen nach, die nach dem Auffinden der sterblichen Überreste der Trierer Studentin eingegangen sind.

Rund 40 Bürger hatten sich seither bei den Ermittlern gemeldet. "Die Hinweise beziehen sich teilweise auf bekannte Sachverhalte," sagt Soulier, "nichtsdestotrotz werden wir natürlich alle Angaben überprüfen."