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Familie Drexler hat das Wassertretbecken in Gusterath gesäubert.

Freizeit : Kinder bringen Wassertretbecken in Gusterath auf Vordermann

Aus einer Radtour entsteht eine mehrwöchige Säuberungsaktion.

Bei einer gemeinsamen Fahrradtour kam Familie Drexler an dem Gusterather Wassertretbecken vorbei und bemerkte, wie heruntergekommen es aussah. „Wir fanden den Anblick sehr traurig“, sagt die zwölfjährige Mia. Sie und ihre beiden elfjährigen Geschwister Hanna und Jonas wollten etwas verändern.

Voll mit Matsch, Blättern, Algen und Molchen und zuletzt offenbar vor mehreren Jahren gereinigt, sah das Tretbecken alles andere als schön aus.

So beschlossen die drei Geschwister, an Wochenenden und in ihrer Ferienzeit, nach und nach das Wasser abzuschöpfen, Algen aus dem Becken zu entfernen und das Becken wieder aufzupeppen.

Die Kinder nahmen die Steine, die den Boden des Beckens bilden und erst nach dem Abschöpfen des Schlamms zu sehen waren, mit auf den Berg und säuberten sie mit einem Wasserschlauch. Trotz Zweifel von Erwachsenen („das schafft ihr nie“) blieben die Kinder dran und schafften es tatsächlich, das Becken wieder ansehnlich und einladend zu gestalten.

Mit Spaß im Einsatz: Jonas, Mia und Hanna Drexler mit ihren Arbeitsgeräten. Foto: Privat/Silvia Drexler

Mutter Silvia Drexler erzählt: „Zu Hause wird diskutiert, wenn das eigene Zimmer gestaubsaugt werden soll. Das Tretbecken zu säubern finden sie aber super.“ Und das sogar bei Wind und Wetter, wie sich Hanna erinnert: „Einmal hat es geregnet und war am Anfang ganz kalt. Da haben wir uns drei Lagen Pullover und Jacken angezogen.“ Die Gemeinde als Eigentümer des Wassertretbeckens schien zu bemerken, dass sich vor Ort etwas tat: „Wir kamen zum Becken, und der Rasen war gemäht“, berichtet Jonas.

Die Eltern haben bei der Aktion nur wenig geholfen, sagt Silvia Drexler: „Nur bei schweren Dingen, wie die Steine herauszuholen. Alles andere haben die Kinder selbstständig und alleine gemacht.“

Die Geschwister begegneten auch anderen Menschen, die sich freuten: „Einige Leute kamen mit ihren Hunden vorbei. Ein älterer Mann hat uns auch gelobt“, berichten die Kinder. Vom Heimatverein gab es ein Glas Honig.

Die Kinder wünschen sich, dass das Tretbecken in Zukunft regelmäßig gereinigt wird, denn vor allem viele ältere Leute würden sich darüber freuen.