Farbe und Metall unter der Haut: 7. Tattoo-Convention im Trierer Messepark

Kostenpflichtiger Inhalt: Tattoo Convention : Farbe und Metall unter der Haut

Der Messepark als Treffpunkt für alle, die Farbe und Metall unter ihrer Haut mögen. Nicht-Tätowierte oder Ungepiercte sind auf der siebten Trierer Tattoo-Convention in der Minderheit, doch auch auf sie übt die Welt der Körperkunst eine Faszination aus.

Totenköpfe auf dem Arm, das weit aufgerissene Maul eine Wolfes auf dem Rücken, Schmetterlinge auf den Schenkeln – Die Motive, die man sich unter die Haut stechen lässt, sind eine Frage des Geschmacks. Auf der Tattoo Convention sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, und so sieht man jedes erdenkliche Motiv. Von Filmszenen über Tiere bis hin zu abstrakten Zeichnungen ist alles vertreten.

Doch die Tattoos sind bei Weitem nicht das einzige, das auf der Messe präsentiert wird. Denn es ist die gesamte Körperkunst, die im Vordergrund steht. Dazu zählen auch Piercings, Ohrringe, Tunnel und sonstiges Metall, das man sich in seinen Körper hineinarbeiten kann. Warum Menschen so etwas machen, ist für Besucherin Sabine Tschier klar: „Es ist einfach so, als ob man sich von der Masse abhebt. Man fällt auf, wenn man Tattoos oder Piercings hat. Und man kann sich kreativ ausleben.“

Mit von der Partie sind Tätowierer aus aller Welt, auch aus den  USA, Russland und sogar China. Doch auch der lokale Bezug wird nterstrichen, da heimische Tattoostudios wie Bianca’s Tätowier-Atelier und das Stigma stark vertreten sind. Auch aus Saarbrücken und Kaiserslautern sind Studios vertreten. Warum manche der Künstler inzwischen zum siebten Mal mit ihren Ständen, Maschinen und Motiven in die Messehalle gekommen sind, hat mehrere Gründe. „Natürlich kommt man auf die Convention, um seine Kunst zu präsentieren. Aber es macht auch Spaß, alte Bekannte und befreundete Kollegen wiederzusehen. Die Messe ist praktisch ein Wiedersehen alter Bekannte.“, so Bianca Braun, die mittlerweile zum vierten Mal auf der Tattoo Convention ist.

Auch Dean Stone von Stone Ink weiß, warum die Messe stets so gut von Besuchern und Ausstellern frequentiert wird: „Man ist hier unter Gleichgesinnten, und das Angebot ist toll. Wenn man will, kann man sich auch direkt vor Ort unter die Nadel legen, sofern man das richtige Motiv hat.“

Für das „hässlichste Tattoo Triers“, so die Veranstalter, gibt es zudem ein Cover Up zu gewinnen, bei dem Profis das alte Tattoo durch ein neues ersetzten. „Ich finde schon, dass es schlechte Tattoos gibt, aber die sind wirklich selten geworden. Jetzt gibt es fast nur noch Profis, und das sieht man auch an der Qualität. Und wenn man sich etwas Stechen lässt, muss man sich auch sicher sein, es ist ja schließlich für immer.“, meint Besucher Sebastian Ehrich, während ihm selbst ein Löwe auf den Oberarm tätowiert wird.

An den zahlreichen Ständen der Trierer Tattoo-Convention in der Messeparkhalle präsentieren sich Aussteller aus aller Welt. Foto: TV/Martin Seng
Augen zu und durch: Liebe zur Körperkunst kennt keinen Schmerz. Foto: TV/Martin Seng

Aussteller und Besucher sind sich einig, dass die Messe eine große Bereicherung für die Trierer Tattooszene ist. Dass die Messe 2020 zum achten Mal stattfinden wird, steht außer Frage. Und man darf gespannt sein, welche Tattoomotive und Piercingideen einen dann wieder erwarten werden.

Mehr von Volksfreund