Fataler Fehler

Jedes neue Kapitel im Konflikt zwischen der Ellert GmbH und dem Trierer Baudezernat scheint das vorherige an Absurdität zu übertreffen. Die Stadt verfolgt den Unternehmer mit unversöhnlichem Zorn und hält die wesentlich wichtigere Schadstoff-Diskussion offenbar für abgeschlossen.

Das ist jedoch nicht der Fall. Wichtiger als die Versuche, Ellert als Betrüger zu überführen, ist doch die Frage, ob es tatsächlich Schadstoff-Konzentrationen im Hindenburg-Gymnasium gab oder sogar noch gibt. Zwei Analysen stehen einander gegenüber: Das Institut Koldingen aus Niedersachen stellte eine Konzentration Krebs erregender Stoffe fest, die von der Stadtverwaltung beauftragte Analytis Gesellschaft für Laboruntersuchungen mbH meldete Messungen deutlich unter den Grenzwerten. Wie kommen derart unterschiedliche Ergebnisse zustande? Das Baudezernat scheint dieser Frage keine große Bedeutung beizumessen und beharrt darauf: Nur unsere Analyse ist korrekt. Das könnte sich als fataler Fehler erweisen. j.pistorius@volksfreund.de