FDP-Fraktionschef weist Vorwürfe zurück

Trier · Der Parteitag der FDP am Freitagabend hatte es nach einem ruhigen Start dann doch in sich: Silke Reinert legte ihr Ratsmandat nieder, weil sie beruflich nach Berlin ziehen wird, und warf dem nicht anwesenden Fraktionschef Karl-Josef Gilles vor, er habe sie erpresst und sabotiert (der TV berichtete). Gilles wehrte sich am Wochenende im Gespräch mit dem TV gegen diese Vorwürfe.


"Frau Reinert stand aufgrund ihrer Uneinsichtigkeit in der Fraktion mit ihrer Meinung, die eher von Emotionen geprägt war, häufig allein und hat sich damit selbst isoliert", betonte Gilles. Von Erpressung oder Sabotage könne absolut keine Rede sein, "diese Äußerungen weise ich zurück".
Der Parteitag hat Tobias Schneider zum neuen Vorsitzenden der FDP Trier gewählt, und aufgrund von Reinerts Wechsel nach Berlin rückt Schneider auch in den Stadtrat nach. Gilles will seine Position behaupten. "Ich sehe in dieser Situation absolut keinen Anlass, den Fraktionsvorsitz niederzulegen", betonte er. "Von einer Zusammenarbeit mit Herrn Schneider in der Fraktion erwarten wir ein stärkeres Engagement und auch eine sachlichere Auseinandersetzung mit den kommunalpolitischen Belangen." jp