Feier, Freude, Feuerwerk

EHRANG. Diesmal hat alles zusammengepasst. Dank sommerlicher Temperaturen strömten Tausende Besucher zum Ehranger Markt. Die Veranstalter ziehen eine positive Bilanz der viertägigen Traditionsveranstaltung. Doch es gibt auch Änderungswünsche.

Konsumfreudige Besucher, zufriedene Schausteller und Vereine, kaum Kirmesrangeleien: Das ist die Bilanz des Ehranger Marktes, die Horst Lorig am Dienstagabend, ein paar Stunden vor Beginn des furiosen Abschluss-Feuerwerks, zieht. Eben noch hatte der engagierte Ehranger in Mehring den Leierkastenspieler Franz Voges samt Leierkasten abgeholt. Nun summt Voges glücklich lächelnd auf der Kyllstraße zum fröhlichen Gedudel seines Leierkastens. Sicher eine gute Idee, den Ehranger Markt zu beleben - nicht nur den Kindern gefällt´s. Die Traditionsveranstaltung wird getragen von der Gemeinschaft Ehranger Ortsvereine (GEOV), der 33 Vereine angehören. "Nur acht haben mitgemacht", erklärt Lorig mit leicht verärgertem Unterton die Situation in diesem Jahr. "Die anderen entschuldigten sich überwiegend mit Standproblemen oder mangelndem Personal."Glaspfand hat sich bewährt, Busse sollen anders fahren

Dass die "Platzhirsche", die auf ihre angestammten günstigen Standorte nicht verzichten wollen, für Verdruss bei anderen sorgen, ist ein altes Problem. "Mangelndes Personal" sei als Entschuldigung allerdings teilweise nicht nachvollziehbar. Lorig plant daher, im nächsten Jahr Gewerbetreibende "wie bei den Schweicher Markttagen" anzuheuern. "Es soll ein richtiger Markt werden. Dann müssen die verbleibenden Vereine eben enger zusammenrücken", kündigt er an. Die Musik, die gleich von mehreren Stellen aus dargeboten wurde, hatte für gelegentliche Staus und damit für Ärger bei abseits gelegenen Schaustellern gesorgt. Das will Lorig mit einer zentralen Bühne vor dem Haus in der Kyllstraße 1 künftig verhindern. Positiv habe sich in diesem Jahr die Einführung eines Glaspfands ausgewirkt, fügt Vorstandsmitglied Horst Orth hinzu. Im vergangenen Jahr habe es 800 "zerdepperte" Gläser gegeben. Dieses Jahr verunzieren keine Glassplitter die Straßen und das Kyllufer. Es habe auch weniger Rangeleien unter Jugendlichen gegeben als in den Vorjahren, bilanziert Lorig. Vielleicht die Folge davon, dass eine Firma während der Markttage aus Werbegründen kostenlos Sicherheitspersonal auf Ehrangs Straßen schickte. Handlungsbedarf sehen Lorig und Orth in mehreren Punkten. So sollte der Stadtbus nicht länger wegen der Umleitung durch den Ortskern schon am Kapellenweg umkehren, sondern bis zur unteren Kyllstraße und durch die Gartenstraße zurückfahren, findet Lorig und ärgert sich über die jahrelange ablehnende Haltung des städtischen Verkehrsbetriebs. Außerdem gebe es etliche Autofahrer, die trotz der gesperrten Kyllstraße an den Ständen vorbeifahren. Darunter ein Busunternehmen, das den Stand der KG Rot-Weiß beschädigte. Weiteren Änderungsbedarf sehen die Organisatoren bei der Entsorgung von Abfall- und Papierkörben, die von privater Hand geleert wurden. "Das muss im nächsten Jahr besser koordiniert werden", meint Orth. Höhepunkt der Veranstaltung war das Feuerwerk der Eifeler Firma Steffes-Olig am Dienstagabend, das die Besucher begeisterte.