Feierliche Verabschiedung von Klüsserather Lehrerinnen

Klüsserath · Mit freudestrahlenden Gesichtern sind die Klüsserather Grundschüler am Freitag in die großen Ferien gestürmt. Für zwei ihrer Lehrerinnen, Rektorin Margareta Weller und Elisabeth Schönberger-Altmeyer, gab es ganz große Ferien, und die haben sogar kein Ende, denn beide wurden aus dem Dienst verabschiedet.

Die Schüler überreichen der scheidenden Klüsserather Grundschulrektorin Margareta Weller Geschenke. TV-Foto: Silke Jessen

Foto: Silke Jessen (sj) ("TV-Upload Jessen"

Klüsserath. Aus der Aula der Grundschule Klüsserath ertönten fröhliche Kinderstimmen. Aufgeregt waren die Schüler, denn gleich würden sie singen, tanzen und musizieren, um für zwei ihrer Lehrerinnen eine würdige Abschlussfeier zu gestalten. Zwei Schüler der dritten Klasse, Alexander und Katharina, würden durch das Programm führen. Viele Mädchen trugen lange Kleider. Sie hatten sich für die Pädagoginnen schick gemacht. Eine der Lehrerinnen war Elisabeth Schönberger-Altmeyer. Nach 44 Jahren im Schuldienst und 30 Jahren in der Klüsserather Grundschule engagierte sich die 65-Jährige sogar noch auf ihrer eigenen Abschiedsfeier. Die unermüdliche Lehrerin spielte zusammen mit ihren Schülern Blockflöte und dirigierte die Kinder an den Orffschen Instrumenten, wie Xylophon, Triangel und Schellen. Dass die musische Erziehung ihr Steckenpferd ist, das konnte man spüren. Die Kinder bekundeten während der Feier immer wieder lautstark ihre Sympathien für sie. Jakob Kappes ist der Sohn des Schulelternsprechers und Schüler der zweiten Klasse von Elisabeth Schönberger-Altmeyer. Als er erfuhr, dass er die gleiche Grundschullehrerin wie sein Vater bekäme, sagte er zu ihm: "Das find ich echt cool."
Die in den Ruhestand verabschiedete Margareta Weller war seit 26 Jahren an der Klüsserath-er Grundschule tätig und seit neun Jahren Rektorin. Sie erhielt viele Geschenke von den Kindern, Eltern und den Rednern. Ursula Hengels von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) lobte ihr Engagement, ihre Leidenschaft und Liebe für ihren Beruf. Rudolf Körner, erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Schweich, sagte: "Mit Beharrlichkeit hat sie den Nachmittagsunterricht und digitale Tafeln eingeführt." Die Schüler der ersten Klasse hielten selbst gebastelte Sterne mit Wünschen für sie in die Luft und sangen: "Wünsche schicken wir wie Sterne in die weite Ferne". Das wohl schönste Geschenk für beide Pädagoginnen machten die Drittklässler. Sie sangen mit großem Einsatz: "Wir wollen euch danken, ihr habt so viel für uns getan!" Und wer so viel für andere tut, der hat gewiss auch viel Zeit verdient, nämlich Ferien ohne Ende! sj