Feiern für alle möglich machen

Feiern für alle möglich machen

Für Feste auf der Hüsterwiese unterhalten die Ruwerer Vereine ein Toilettenhäuschen. Im kommenden Jahr soll es umgebaut und um ein behindertengerechtes WC ergänzt werden. Mit 15 000 Euro möchte der Ortsbeirat das Bauvorhaben unterstützen und hat weiteres Geld eingeplant, um eine mobile Hebebühne zu kaufen.

Trier-Ruwer. Als im Sommer bei Schwenkbraten, Bier und Wein auf der Hüsterwiese gefeiert wurde, machte bei den Veranstaltern vom Musikverein 1920 Ruwer-Eitelsbach ein Verbesserungsvorschlag die Runde: Auch Rollstuhlfahrer sollten ohne Einschränkung mitfeiern können. Bisher steht dem eine rund ein Meter hohe Schwelle am Eingang des Toilettenhäuschens im Weg. Der Höhenunterschied mit Treppe wurde allerdings beim Bau vor rund 35 Jahren nicht ohne Grund eingeplant. "Die Hüsterwiese liegt im hochwassergefährdeten Gebiet", erläutert Ortsvorsteherin Monika Thenot. Also hat eine Gruppe aus Ruwer unter Federführung des Musikvereins nach einer Lösung gesucht, die beiden Aspekten Rechnung trägt. Ein ortsansässiges Planungsbüro hat einen Vorschlag erarbeitet, der jetzt in einer Ortsbeiratssitzung öffentlich vorgestellt worden ist. Demnach würde der Bereich der Herrentoilette verkleinert, der aktuell etwa die Hälfte des Häuschens umfasst. Dadurch entstünde Raum für ein behindertengerechtes WC mit eigenem Eingang. Den Höhenunterschied zum Festplatz soll eine mobile Hebebühne überbrücken. Damit könnte auf den kostenintensiven und durch die örtlichen Gegebenheiten problematischen Anbau einer Rampe verzichtet werden. Gleichzeitig stünde auch für Veranstaltungen an anderen Orten in Ruwer der mobile Fahrstuhl zur Verfügung. "Die Hebebühne könnte beispielsweise in der Schule gelagert und von den Vereinen bei Bedarf genutzt werden", sagt die Ortsvorsteherin.
Das Vorhaben findet im Ortsbeirat breite Unterstützung. Im Zuge der Planungen für den städtischen Doppelhaushalt 2017/2018 werden gerade auch die von den Stadtteilen verwalteten Budgets aufgestellt. In Ruwer hat man sich entschieden, einen Großteil des Geldes in das Projekt an der Hüsterwiese zu stecken. Es wurde beschlossen, mit 15 000 Euro den Umbau 2017 zu unterstützen. Die restlichen rund 5000 Euro übernimmt der Musikverein als Projektleiter. "Die Anlage wird von Beginn an komplett von den Vereinen betreut und gepflegt. Der Stadt entstehen keine laufenden Unterhaltungskosten", sieht Thenot das Geld gut investiert.
Für das folgende Jahr hat sich der Ortsbeirat weitere 7000 Euro reserviert. Die sollen in den Kauf der mobilen Hebebühne fließen. Die tatsächlichen Kosten stehen allerdings noch nicht endgültig fest. "Es gibt mittlerweile einen recht großen Markt für solche Geräte. Auch gebrauchte kann man im Internet für rund die Hälfte der geplanten Summe kaufen", meint Willi Winkler (CDU). Das Stadtteilgremium will daher zunächst Angebote prüfen. ten
Extra

Bislang ist der Zugang zum Toilettenhäuschen an der Hüsterwiese nur über eine Treppe möglich. TV-Foto: Martin Recktenwald. Foto: Martin Recktenwald (ten) ("TV-Upload Recktenwald"

Weitere größere Projekte, die der Ortsbeirat Ruwer-Eitelsbach 2017 unterstützen will: 1500 Euro für Lehr- und Lernmittel an der Grundschule Ruwer, 500 Euro für die Jugendgarde des Karnevalvereins KV 1992 Trier-Ruwer und 490 Euro für die Flüchtlingshilfe. Für 2018 sind eingeplant: 1500 Euro für Lehr- und Lernmittel an der Grundschule, 2000 Euro Instandhaltung von Kinderspielplätzen, 1000 Euro für Klettergerüste und Matten im Kindergarten. Insgesamt verfügt der Ortsbeirat 2017 und 2018 jeweils über rund 17 900 Euro. ten