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Feller Markt: Letzter Festtag startet mit der traditionellen Tierschau (Fotostrecke)

Feller Markt: Letzter Festtag startet mit der traditionellen Tierschau (Fotostrecke)

Montags auf dem Feller Markt ist es noch einmal rund gegangen: Erst drehten Landwirte und ihre Tiere während der traditionellen Tierschau ihre Runden, dann wurde noch einmal zünftig im großen Festzelt gefeiert.

Noch 20 Minuten bis zum großen Auftritt. Elvira wird fein gemacht. Mit einem Gartenschlauch spritzt Landwirt Axel Hemmes die vier Jahre alte Milchkuh ab. Elvira gibt an Spitzentagen 60 Liter Milch, sie ist eine von 100 Kühen, die neben ebenso vielen Jungtieren in der Regel im Stall in Damflos stehen - wenn nicht gerade ein Ausflug zur Tierschau nach Fell ansteht. Ein paar Meter weiter striegelt Caroline Fournier Paula. Die dreijährige Highland-Kuh hatte einen besonderen Start ins Leben: Zwei Wochen lang haben Caroline und ihr Mann Sebastian Fournier, Hobby-Landwirt mit 17 Tieren, Paula mit der Flasche gefüttert, bevor eine Mutterkuh das Kalb angenommen hatte.Kunststücke eines Border-Collies

Gegen 10 Uhr sind alle Tiere startklar, es kann losgehen: Ortsbürgermeister Alfons Rodens begrüßt Hunderte von Besuchern, die gebannt hinter hohen Zäunen auf die Schau warten. Den Auftakt macht Axel Hemmes mit Elvira. Unter der fachkundigen Moderation von Nadine Kunz von der Landwirtschaftskammer bekommen Kinder und Erwachsene auch Pferde, Shetland-Ponys, Rinder, Schafe, Ziegen, Esel und Hühner zu sehen. Zum Abschluss gibt es sogar drei Höhepunkte, darunter eine Premiere: Eine rasante Kutschfahrt mit Kunststücken eines Border-Collies wird mit viel Beifall belohnt.

Höhepunkt Nummer zwei: Sebastian Fournier tuckert mit seinem Traktor samt Anhänger über die grüne Arena. Im Anhänger können erstmals Schweine, Kreuzungen aus einem Sattelschwein und einem Schwäbisch-Hällischen Schwein, bestaunt werden. Die Tierschau 2016 beenden wie alle Jahre wieder Gänseklara (Klara Krämer) und ihr Mann Helmut. Wenn Klaras schnatterndes Federvieh in den Stall zurückkehrt ist, spielt im Zelt wieder die Musik auf und noch einmal wird zünftig gefeiert - bis das letzte kölsche Lied mit De Hoffnarren gespielt ist.

Adrian Berg, 55, bringt auf den Punkt, was wohl Hunderte Besucher antreibt, Montagmorgen um 10 Uhr zum Feller Markt zu gehen: "Ich finde es schön, dass diese Tradition aufrechterhalten wird."