Festival in der Tufa: Tefftival steigt am Mittwoch mit neuem Konzept - Band-O-Mat-Gewinner eröffnen Konzert

Festival in der Tufa: Tefftival steigt am Mittwoch mit neuem Konzept - Band-O-Mat-Gewinner eröffnen Konzert

Vierte Auflage, aber mit leicht verändertem Konzept: Am Mittwoch bringt das Tefftival in der Trierer Tuchfabrik wieder alte regionale Klassiker wie Big Bill Brunsy und Trouble No More auf die Bühne. Das Festival setzt aber erstmals auch auf aktuelle Bands wie Herr Berlin und Ivan Ivanovich the Kreml Krauts.

Trier. Lusthansa, Aimless und die Organic Anti-Beatbox Band. Oder Sev:N:Inch, Big Fart und 5 im Grünen Bett - dass man längst aufgelöste regionale Szenegrößen der 80er und 90er in der jüngeren Vergangenheit noch einmal live und richtig gut drauf erleben durfte, ist ein Verdienst des Tefftivals: Das Festival zu Ehren des 2011 verstorbenen Trierer Rockmusikers Helmut "Teff" Steffgen hat in der jungen Historie schon für einige spannende Comebacks gesorgt.Viele Revival-Auftritte


Wenn am Mittwoch, 23. Dezember, in der Tufa die vierte Auflage über die Bühne gehen wird, gibt's wieder Revival-Auftritte. Etwa von Big Bill Brunsy and the Slaves. Die Band um den seit Jahren in Berlin lebenden "Big Bill" Andreas Wartha hat zwischen 1989 und 1991 für einigen Wirbel in der regionalen Szene gesorgt. Mit einer Musik, die gar nicht mal so angesagt war - die aber live gnadenlos funktionierte: Beat und Rock' n' Roll, schwer an den frühen 60ern orientiert, mit etwas Punk-Attitüde.

Auf dem Programm standen Coversongs von den Beatles, den Sputniks oder den Shadows, aber auch eigene Songs. "Wir hatten auch eine EP mit eigenen Songs herausgebracht, die Filmmusik für den Trierer Spielfilm ‚Das wirkliche Leben'", erinnert sich Bassist Michael "Kerni" Kernbach, der sich auf die Rückkehr freut: "Die Proben klappten einwandfrei, das lief knackiger als erwartet."

Die Band firmiert beim Comeback unter dem Namen Big Bill Brunsy and some Slaves, weil Original-Gitarrist Franz Thiel nicht dabei ist. Im Einsatz sind neben Wartha und Kernbach Gitarrist Ulle Backes und Schlagzeuger Markus Schu. Schon vorher wird es ein Revival von Mausezaus und Trouble No More zu hören geben, zwei Southern-Rock-Bands, bei denen die Zwillinge Manuel und Fabian Pensé mitspielen. Eine Nostalgie-Veranstaltung will das vom Musiknetzwerk Trier initiierte Tefftival aber nicht sein. "Wir haben zum ersten Mal nicht nur Revival-Bands dabei, sondern auch aktuelle Bands", sagt Mitorganisator Kernbach.

Den Auftakt macht "Two and a half strings" (Blues-Rock). Die junge Trierer Band hat beim Band-o-Mat - dem Online-Voting auf volksfreund.de - klar die Konkurrenz hinter sich gelassen und sich damit den Platz gesichert. Hinzu kommen zwei aktuelle Trierer Bands, die auch schon bundesweit bei vielen Konzerten auf sich aufmerksam gemacht haben - auch wenn sie musikalisch aus unterschiedlichen Ecken kommen: Herr Berlin ist irgendwo zwischen Post-Punk, Indierock und (wenn auch eher weniger) NDW unterwegs. Zum Tefftival-Abschluss geht's bei Ivan Ivanovich & The Kreml Krauts noch mal richtig rund - mit Ska-Punk, Folk und Vodka.

Viertes Tefftival, Mittwoch, 23. Dezember, um 20 Uhr in der Tuchfabrik Trier:
Mit Two and a half strings, Mausezaus/Trouble No More, Herr Berlin und Ivan Ivanovich & The Kreml KrautsExtra

Eigentlich sind es eher zwei und eine halbe Gitarre, die die fünf jungen Musiker aus Trier pro Auftritt "verbrauchen". Am Ende eines jeden Auftritts schafft es einer der beiden Gitarristen (die Brüder Sebastian und Fabian Klimasch), eine Saite seiner Gitarre zu zerreißen. Dann muss schnell die Notfallgitarre her. So leidenschaftlich spielen die Musiker, die zwischen 18 und 26 Jahren alt sind, ihren Blues aus, den sie mit Elementen der Rock-, Pop, Jazz- und Funkmusik mischen. Mit ihrem eigenen Song "Hypocrites ain't loyal" haben sie das Online-Voting des Band-O-Maten für sich entscheiden können. Sänger und Gitarrist Fabian (18) und Gitarrist Sebastian Klimasch (23), Sängerin Hanna Landwehr (26), Bassist Tobias Faust (24), Schlagzeuger Benjamin Hoffmann (21) eröffnen am 23. Dezember das Tefftival in der Tufa Trier. Aufgeregt sind die Nachwuchsmusiker mit dem Blues vor ihrem großen Auftritt nicht, nur sehr vorfreudig. Es sei wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk, sagt Bassist Tobias. sbraMehr zum Thema

Haben die Konkurrenz hinter sich gelassen: „Two and a half strings“ heißen die Gewinner des TV-Band-Wettbewerbs. foto: privat. Foto: (h_st )

Weitere Infos und Hörprobe zur Gewinnerband finden Sie hier

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