Festwochenende mit Blaulicht

Die Malteser feierten ihr 50-jähriges Bestehen mit einem Festwochenende unter der Schirmherrschaft von MdB Bernhard Kaster. In einer Feierstunde dankten sie den noch lebenden Helfern der "ersten Stunde", die das Fundament legten.

Nahe an der Wirklichkeit: Die Irscher Malteser demonstrieren ihr Können bei einer Schauübung. Foto: Malteser

Trier-Irsch. (red) Der Klang von Martinshörnern zerreißt die sonntägliche Stille in Trier-Irsch. An der Kreuzung Propstei/Georgstraße hat sich ein Unfall ereignet: ein PKW hat eine Gruppe spielender Kinder erfasst. Vier Personen sind verletzt. Ein Rettungs-, zwei Krankenwagen und ein Notarzt der Malteser sowie die Feuerwehr Irsch sind im Einsatz. Die Fahrzeuge stehen mit eingeschaltetem Blaulicht um die Unfallstelle herum. Zahlreiche "Schaulustige" säumen die Straße. Diese "Schaulustigen" sind den Einsatzkräften hoch willkommen. Der Unfall wurde lediglich für eine gemeinsame Übung des Löschzugs Irsch und der Malteser Irsch simuliert.

Die Übung war Teil des Programms der Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Malteser in Trier-Irsch am Wochenende. Im Jahr 1958 hat der damalige Irscher Pfarrer Heinrich Wirtz zwei Kurse in Erster Hilfe für Irscher organisiert. Aus diesen Anfängen wuchs eine Gemeinschaft, die heute mit über 300 Mitgliedern eine der größten Ortsgliederungen des Malteser Hilfsdienstes in Rheinland-Pfalz ist. Die Irscher Malteser führen eine vom Land zugelassene Rettungsdienstschule, in der ehrenamtliche Helfer - auch anderer Hilfsorganisationen - bis hin zum Rettungssanitäter ausgebildet werden. Darüber hinaus bilden die Irscher Malteser einen festen Bestandteil des Katastrophenschutzes und der Notfallvorsorge des Landes und der Stadt Trier.

Ministerpräsident Kurt Beck und Oberbürgermeister Klaus Jensen dankten den Irscher Maltesern in einem Grußwort für ihre Einsatzbereitschaft und -freude. Beide Gratulanten hoben die Leistungen des im Jahr 2003 verstorbenen Winfried Heidrich hervor, der - so Beck - "in herausragender Weise 35 Jahre seine Freizeit und Energie dem Malteser Hilfsdienst in Trier-Irsch gewidmet" hat. Die Malteser erinnern sich an den Verstorbenen durch das Winfried-Heidrich-Haus: Sie haben ihre Unterkunft nach ihrem ehemaligen Zugführer benannt. Die Malteser feierten ihr Jubiläum ausgiebig. Das Wochenende unter der Schirmherrschaft von MdB Bernhard Kaster begann am Samstag mit einer Feierstunde, bei der die Malteser auch den noch lebenden Helfern der "ersten Stunde" für ihren Einsatz dankten. Dieser Einsatz sei das Fundament, auf dem die Irscher Malteser heute stünden, so Dr. Manfred Schiffer, Ortsbeauftragter der Irscher Malteser, in seiner Begrüßung.

Schirmherr Bernhard Kaster erklärte, es erfülle ihn mit Stolz, dass er selbst ein Irscher Malteser sei. Nach einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Georg luden die Malteser am Samstagabend zu einer Feier mit Live-Musik der Band "Who's Next?" ein. Die elf Musiker lockten rund 300 Besucher in den Hof der Unterkunft der Malteser.