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Feuer in der Trierer Petrusstraße: Eigentümer muss Statik des Hauses prüfen lassen

Feuer in der Trierer Petrusstraße: Eigentümer muss Statik des Hauses prüfen lassen

Ein Dachgeschossbrand hat ein Mehrfamilienhaus in der Petrusstraße in der Silvesterwoche so schwer beschädigt (volksfreund.de berichtete), dass es weiterhin als einsturzgefährdet gilt. Niemand darf es betreten. Laut Mitteilung des städtischen Presseamts muss der Eigentümer die Statik des Hauses prüfen lassen.


In der Brandnacht war ein sachverständiger Statiker vor Ort, der den Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr informiert hatte, dass die Last auf den Decken durch das Löschwasser und das eingestürzte Dach zu groß sei. "Es war nach Auffassung des Statikers nicht zu vertreten, das Gebäude noch zu betreten", sagt Hans-Günther Lanfer, Pressesprecher der Stadt Trier.

Am Tag nach dem Brand, Freitag vergangener Woche, sei ein Statiker der Stadt an der Einsatzstelle gewesen und habe überprüft, ob für die angrenzenden Gebäude eine Gefahr besteht. "Dieses konnte er ausschließen", sagt Lanfer. "Er bestätigte jedoch die Einsturzgefahr für das Brandobjekt."

Die Stadt Trier habe verfügt, dass niemand das Gebäude betreten darf, bis ein Statiker die Lasten überprüft und das Haus gegebenenfalls wieder freigibt.

Lanfer: "Es liegt nun am dem Eigentümer des Gebäudes, die Statik seines Hauses untersuchen zu lassen. Davon werden die weiteren Schritte abhängig sein. Das obere Geschoss ist aufgrund der Brandschäden bekanntlich ohnehin nicht mehr bewohnbar."

Die Berufsfeuerwehr hatte in der Brandnacht 14 Menschen aus dem Haus gerettet, drei erlitten eine Rauchgasvergiftung und kamen in ein Trierer Krankenhaus. Noch ist die Ursache des Feuers nicht komplett geklärt, die Polizei hat den Verdacht der fahrlässigen Brandstiftung.