Feuertaufe für Fackeltaucher

Eisig ist das Wasser der Mosel, um die vier Grad Celsius hat der Strom derzeit. Kein Hindernis für die Taucher des Post-Sportvereins Trier (PST), die am Samstag, 13. März, in die Fluten des Flusses steigen werden und mit einem geschwommenen Fackelzug den 30. Geburtstag der PST-Abteilung feiern.

Trier. (cofi) Das normale und ideale Tauchrevier ist die Mosel eigentlich nicht. Ihre Ausbildung und die Tauchlehrgänge absolvieren die Mitglieder der PST-Tauchabteilung eigentlich im Winter im Bad an den Kaiserthermen, im Sommer in Freibädern und in einem Stauee in Luxemburg. Eine besondere Herausforderung also, der sich rund hundert Trierer und befreundete Taucher aus ganz Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich am Samstag stellen werden. Gegen die Kälte werden sie sich mit Neoprenanzügen, Handschuhen und Füßlingen schützen. Jeder der Wagemutigen hat eine Fackel in der Hand und wird damit bei einbrechender Dunkelheit die mehr als zwei Mosel kilometer vom Barbaraufer in Höhe der Berufsfeuerwehr bis zum Zurlaubener Ufer zurücklegen.

Körperliche Fitness ist bei solchen Härtetests besonders wichtig. "Aber das wird ein schönes Erlebnis, und das Schwimmen im Dunkeln mit Fackeln macht Spaß", sagt Petra Prem, Pressesprecherin der PST-Taucher. Reichlich Erfahrungen haben die Mitglieder unter anderem beim Nikolausschwimmen in Bernkastel-Kues sowie beim Eistauchen dafür gesammelt. Erfahrene Taucher führen die Gruppe an, die Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und die DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft unterstützen den Verein.

30 Jahre ohne einen Tauchunfall



Gegründet wurde die PST-Tauchabteilung im Jahr 1980 von rund 30 tauchbegeisterten Männern und Frauen. Heute gehören ihr rund 100 Mitglieder an, von den Jüngsten (ab acht Jahren) bis zum ältesten aktiven Taucher mit 73 Jahren.

Vorsitzender ist seit rund zwei Jahren Juan Angel Martin. Die Faszination des Sports beschreibt Prem so: "Besonders ist die Ruhe unter Wasser, man taucht in eine andere Welt ein, ist mit sich und dem Medium allein, schwerelos." Und je nach Tauchrevier sind es Tier- und Pflanzenwelt, die für eindrucksvolle Erlebnisse sorgen.

Voraussetzung sei die fachlich richtige Ausbildung, die der Verein mit drei Tauchlehrern nach den Richtlinien des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) gewährleistet und auch für Kinder- und Jugendliche anbietet. Besonders stolz seien die Mitglieder darauf, dass es im Verein seit 30 Jahren "keine Tauchunfälle" gegeben habe, sagt Prem.

Und das soll auch am Samstag so bleiben, wenn die Fackeltaucher ihre Feuertaufe bestehen.

EXTRA Start beim Fackelschwimmen ist am 13. März um 18.30 Uhr am Barbaraufer. Bis 19.30 Uhr wollen die PST-Taucher die Strecke bis zur Kaiser-Wilhelm-Brücke zurücklegen. Um 20.30 Uhr treffen sich alle in der Aula der Berufsbildenden Schulen zur Jubiläumsfeier. Grußworte sprechen Schirmherr Bertrand Adams (MdL) und PST-Präsident Berth Welter, Gründungsmitglieder werden geehrt, Verlosung, Showeinlagen und eine anschließende Party mit DJ stehen auf dem Programm. Weitere Infos zum Verein im Internet unter www.pst-taucher.de (cofi)