Feuerwehr Newel Gerätehaus Standortsuche

Rettungswesen : Neue Bleibe für Feuerwehr im alten Strafraum

Die lange Suche nach einem neuen Standort für die Einsatzzentrale der Neweler Wehr könnte bald ein Ende haben. Der neue Standort ist bisher das Domizil der Fußballer.

Auf dem Sportplatz in Newel unweit der B 51 könnte in absehbarer Zeit das Flutlicht für immer ausgehen. Dafür wird dort von Zeit zu Zeit blaues Licht aufblitzen, das zeigt, dass die Stützpunktwehr zum Einsatz rausfährt. Denn die Sportstätte soll neue Heimat der Einsatzkräfte werden.

Die aktuelle Situation Seit vielen Jahren ist die Freiwillige Feuerwehr Newel in einem Gebäude am Ortsrand unweit des Gemeindehauses untergebracht. Die Fahrt zum Einsatz ist nicht so einfach, da es erst einmal über die enge Straße Im Dreieck geht.

Letztendlich ausschlaggebend für die seit 2015 dauernde Suche nach einer neuen Bleibe ist etwas anderes gewesen. Nach Auskunft der Verbandsgemeindeverwaltung Trier ist das alte Feuerwehrgerätehaus zu klein. Zudem „entsprechen die Stellplätze sowie die Tore nicht mehr der neuen DIN und sind für die gemäß Feuerwehrbedarfs- und Entwicklungsplanung neu anzuschaffenden Feuerwehrfahrzeuge zu klein.

Eine Erweiterung am Standort war laut Verwaltung nicht möglich. Und so war guter Rat teuer. Anders als in einigen anderen Orten in der VG (siehe Info) schien es über Monate hinweg so, als ob es in ganz Newel keinen Platz gibt, wo die Wehr untergebracht werden kann (der TV berichtete). So zerschlug sich beispielsweise die von der Feuerwehr favorisierte Idee, unweit der aktuellen Bleibe im Gewerbegebiet neu zu bauen. Allein die Erschließung der Fläche hätte laut Verbandsgemeinde rund 200 000 Euro gekostet.

Die Lösung Zwar gibt es in Newel einen Sportverein. Doch die Fußballer bilden gemeinsam mit ihren Kollegen aus Butzweiler und Aach eine Spielgemeinschaft.

Dazu sagt Willy Arnoldy, Ortsbürgermeister von Newel und viele Jahre im Vorstand des SV Butzweiler und der früheren Spielgemeinschaft Butzweiler-Newel aktiv: Der Spielgemeinschaft der drei Vereine stünden ein Rasenplatz in Butzweiler sowie Hartplätze in Newel und Aach zur Verfügung. „Vor diesem Hintergrund sah ich die Möglichkeit, die Sandsportplatzanlage Newel als Standort zum Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr Newel zur Disposition zu stellen.“

Mit der Aufgabe des Platzes kann der Sportverein leben, sagt Vorsitzende Hildegard Margraf. Doch sie wünscht sich, dass im Gegenzug ein neues Kleinspielfeld für mehrere Ballsportarten auf der Wiese am Gemeindehaus entstehen soll. Dort stehen unweit des Feuerwehrgerätehauses schon heute Tore.

Und die Feuerwehr? Wehrführer Markus Scheuern war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Laut Vorlage für die Sitzung des Ortsgemeinderats haben sich in einer Sitzung Anfang des Jahres die Feuerwehrleute und die Mitglieder des Ortsbeirats Newel einstimmig für den Standort auf der Sportplatzanlage ausgesprochen. Auch der Gemeinderat hat dem neuen Standort inzwischen zugestimmt. Und das, obwohl die Gemeinde mit dem neuen Standort Verpflichtungen eingeht. So müssen beispielsweise asphaltierte Wirtschaftswege verbreitert und ein Winterdienst für die Zufahrt zum heutigen Sportplatz gesichert werden.

Wie es weitergeht Nach dem Ja zum Standort Sportplatz setzen sich nun die Vertreter von der Verbandsgemeindeverwaltung Trier-Land, Kreisverwaltung und Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier sowie weitere Experten an einen Tisch, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Die Feuerwehr Newel soll ein neues Gerätehaus bekommen, dass der bisherige Standort nicht mehr erweitert werden kann. Der Sportverein Newel wünscht sich, dass in der Nähe ein Soccer-Feld gebaut wird. Foto: Trierischer Volksfreund/Harald Jansen

Laut VG-Verwaltung sind im Haushalt 2018 30 000 Euro Planungskosten eingestellt.